Jeannine Mik

Heimisches Superfood: Lauwarmer Spinatsalat mit gerösteten Sonnenblumenkernen, Ziegenkäse und Erdbeeren

Superfood ist in aller Munde. Oftmals kommen jene Produkte, die uns bei dem Begriff als ersten durch den Kopf schießen, von sehr weit her. Dabei sind lange Transportwege einerseits schädlich für die Umwelt und auf der anderen Seite gar nicht notwendig, wenn man richtig gesunde Lebensmittel konsumieren möchte.

Wie viel heimische Wunderwuzis wirklich können, zeigt Andrea Ficala in ihrem neuen Buch “Superfoods – einfach und regional” auf.


Heimische Superfoods entdecken

Regionale Superfoods auf den täglichen Speiseplan zu packen, ist wohl die einfachste Art, gesund zu essen. Andreas Wunsch für ihr Buch “Superfoods” war es, zu beleuchten, was heimische Pflanzen alles können. Gleichzeitig möchte sie das Bewusstsein ihrer LeserInnen für Saisonalität und Regionalist schärfen.

Neben wirklich wunderbaren Rezepten enthält das Buch gleich zu Beginn viele interessante Informationen zur gesunden Ernährung, vergleicht den Nährstoffgehalt heimischer Superfoods mit jenem der Exoten und gibt gut umsetzbare Tipps für die gesündere Ernährung.

Wusstest du zum Beispiel, dass man Gemüse eigentlich gar nicht “tot kochen” kann? Ich nicht. Wahr ist, dass zwar ein paar Nährstoffe verloren gehen, je länger Gemüse gekocht wird, aber die Hauptnährstoffe bleiben erhalten. Außerdem werden durchs Kochen manche Nährstoffe erst leichter verdaulich für unseren Körper. Ein klassisches Beispiel dafür sind zum Beispiel Tomaten.

Ein wunderschönes Buch, voll nützlicher Informationen

Ich kann ewig in dem Buch “Superfoods” lesen und mehr über Beeren, fermentierte Lebensmittel, Kreuz- und Korbblütler und all ihre beinah magischen Eigenschaften lernen. Dazu enthalten die ersten Seiten auch feine, ästhetische Illustrationen, wie ich sie auch noch in keinem Kochbuch gesehen habe.

Von meiner Seite daher: Alle Daumen hoch! Ein richtig schönes, nützliches Buch.


Rezept: Lauwarmer Spinatsalat

Ich freue mich sehr, dieses Rezept aus Andreas Buch “Superfoods” hier mit euch teilen zu dürfen. Zum gesunden Spinatsalat passen hervorragend österreichische Erdbeeren. Es ist also genau der richtige Zeitpunkt, die schmackhaften, heimischen Beeren zu kaufen oder vom Balkon zu ernten:

“Frische, reife Erdbeeren sind reich an Vitamin C und anderen antioxidativ sehr wirksamen Substanzen. Sie haben etwa von Ende Mai bis Ende August Saison. Die Geduld zahlt sich aus, sie schmecken zu dieser Zeit wesentlich besser und enthalten mehr Farbstoffe, Vitamine und Mineralstoffe.”

Zutaten:

  • 2 Schalotten
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 3 EL Olivenöl (regionale Alternative: Maiskeim-, Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 3 EL Apfel- oder Weißweinessig
  • 4 Handvoll junger Blattspinat
  • 150 g frische Erdbeeren
  • 100 g Ziegen-Hartkäse
  • Salz
  • geschroteter bunter Pfeffer

Zubereitung:

  1. Für den Salat die Schalotten schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.
  2. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Beiseite stellen.
  3. Öl in einem Topf erhitzen, Schalotten und eine große Prise Salz dazugeben und bei mittlerer Hitze so lange anbraten, bis sie zu karamellisieren beginnen, sie sollten eine schöne goldbraune Farbe haben. Dann mit einem Schuss Essig ablöschen und den Topf vom Herd nehmen. (Tipp: Da Schalotten einen hohen pflanzeneigenen Zuckergehalt haben, karamellisieren sie ganz ohne zusätzliche Zugabe von Zucker.)
  4. Den Blattspinat von eventuellen Wur­zeln säubern und mit kaltem Wasser waschen. Abtropfen lassen und mit dem noch heißen Schalotten­-Dressing vermischen.
  5. Nochmals mit einer Prise Salz abschmecken.
  6. Falls nötig, etwas mehr Öl hinzugeben.

Auf Tellern anrichten. Die Erdbeeren waschen, vom Grün befreien und vierteln. Gemeinsam mit den Sonnenblumenkernen darüber­ streuen. Ziegenkäse in kleine Stücke brechen oder über den Salat hobeln. Groben Pfeffer darüberstreuen.

Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!


Foto © Sonja Priller

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung. Das Buch wurde mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt. 

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Jeannine Mik

Jeannine Mik

Hi, ich bin Jeannine, 33, Wienerin und 20 Jahre nach der Veröffentlichung meines allerersten Artikels wohl ein ziemlich "alter Hase" unter den BloggerInnen. Von 2014 bis 2019 trippte ich auf "Mini and Me" über (m)ein bewusstes Elternsein und den Unsinn, den wir Erwachsene manchmal in unseren Beziehungen anstellen. Damit durfte ich viele Menschen erreichen und schrieb ein Buch, das zu einem Top-Bestseller und in über 10 Sprachen übersetzt wurde: "Mama, nicht schreien!" Dann brauchte der Online-Schreiberling in mir eine Pause. Viel Leben, mehrere Ausbildungen, eine steile Karriere im Business Mentoring, ein zweites Buch über Angst, Trauma und Emotionen und ein eigenes, bewusstes Social Network für Frauen in der Heilung später, spüre ich nun: Es ruft mich wieder. Ich möchte wieder schreiben. Online. Hier. Für dich... und mich. Mal sehen, was jetzt kommt. Ich freu mich, dass du hier bist und ich dich mit diesen Zeilen erreichen darf. Willkommen!

Kommentare

1 Kommentar

  • Reply
    Fabian Aschauer
    9. Juni 2017 at 12:54

    Hallo Jeannine,

    sehr interessantes Rezept! Muss ich unbedingt probieren. Finde es immer sehr spannend wenn süß und säuerlich zusammenkommen. Bin gespannt, wie der Salat in Kombination mit den Erdbeeren schmeckt :)

    Liebe Grüße und danke für das Rezept
    Fabian

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