Jesolo, im verträumten Norden Italiens, ist ein sehr beliebtes Reiseziel – vor allem für Familien mit Kindern. In meiner eigenen Kindheit liebte ich die Tage, die wir alle Jahre wieder dort verbrachten. Diesen Frühsommer trat ich die Reise zum ersten Mal als Mama an und erlebte sie somit natürlich aus einer anderen Perspektive. Was hab ich dieses verlängerte Wochenende herbeigesehnt! Auch, wenn das Wetter nicht jeden Tag mitspielte und wir in dieser Zeit nur zweimal am Strand spielen, planschen und Muscheln sammeln konnten, wurde es uns nie langweilig… im Gegenteil!

Unsere Tipps für eine wunderbare Familienzeit in Jesolo

Voller Vorfreude auf unsere nächste Fahrt gen Süden, teile ich mit euch meine fünf Tips für eure abwechslungsreiche Familienaction: herrlich entspannen, nach Herzenslust schlemmen, Italien erleben und rundum großartig wohnen!

1. Schlafen und speisen im Hotel Carlton Jesolo Lido, ****s

Ohne Frage, es gibt Bereiche des Carlton, die offensichtlich in die Jahre gekommen sind. Das lässt sich, vor allem zur Vorsaison, nicht leugnen. Der Garten braucht ein Makeover, genauso der Tennis- und der Kinderspielplatz. Die Standard-Zimmer sind relativ klein.

Und abgesehen davon? Der Rest ist großartig! Von der Kinderfreundlichkeit und Aufmerksamkeit, wie sie in diesem Hotel gelebt werden, können selbst heimische Kinderhotels sich noch eine Scheibe abschneiden. Auch das Essen ist ein Traum, deshalb waren wir sehr froh, Halbpension gebucht zu haben. Das Frühstücksbuffett ist riesig und kann sowohl drinnen, als auch auf der neuen Terrasse genossen werden. Abends wartet ein einzigartig abwechslungsreiches, köstliches Vorspeisen-Buffet. Das ist so reichhaltig, dass wir an den meisten Abenden satt waren, noch bevor die Hauptspeisen serviert wurden. Auch hier ist – kinderservicetechnisch – für alles Erdenkliche gesorgt.

hotel carlton lido die jesolo

Foto © Hotel Carlton

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Am hoteleigenen Strand hat man etwas mehr Platz, als für Norditalien typisch. Den öffentlichen Strand würde ich eher mit einer Sardinendose assoziieren, als mit Entspannung. Liegen können vorab unkompliziert beim Hotel reserviert werden. Das ist sehr mini-and-me-mama-blog-wien-italien-reisen-mit-kind-jesolo-venezia-hotel-carlton-strandangenehm, da es dem äußerst unsympathischen „Ich leg mein Handtuch um 6 Uhr morgens auf die Liege, deshalb gehört sie den ganzen Tag nur MIR GANZ ALLEIN, auch wenn ich erst um 12 Uhr mittags komme“-Spielchen, das einige UrlauberInnen so gern spielen, vorbeugt.

Wer gern etwas mehr Platz im Zimmer hat, vor allem beim Reisen mit Kindern oder falls bei Schlechtwetter auch mal mehr Zeit als sonst dort verbracht werden soll, wählt am besten eines der oberen Stockwerke aus. Die Familienzimmer dort sind um einiges größer, als die anderen und kosten aber nur unbedeutend mehr. Wer sich direkten Meerblick nicht leisten kann oder möchte, wählt am besten ein Zimmer mit Balkon zum Garten. Auf dieser Seite hat das Hotel keinen Nachbarn. So kann der Blick aufs Meer genauso genossen werden, man sieht noch das geschäftige Treiben auf der großen Einkaufsstraße, erspart sich etwas Geld und hat kein direktes Vis-a-Vis, das spätabends vom Nachbarbalkon späht.

Wichtig: Für genaue Preisinformationen, unbedingt direkt beim Hotel anfragen! Erfahrungsgemäß und mit ein wenig Glück, kann der Angebotspreis im Einzelfall deutlich unterm Listenpreis auf der Homepage liegen.

2. Mit der Fähre ab nach Venedig

Fährt man mit dem Auto von Jesolo gen Süden, erreicht man bald den Punta Sabbioni. Dort legen mehrmals täglich Fähren an, die ihre Passagiere in einer etwa dreißigminütigen Fahrt direkt nach Venedig schiffen. Bei Schönwetter kann man auf den Fähren draußen sitzen. Angelegt wird in Venedig sehr zentral, so sind wichtige Sehenswürdigkeiten schnell und gut zu erreichen. Ein wunderbarer Tagesauslfug, den man unbedingt einplanen sollte und der fürs nächste Mal fix auf unserem Plan steht.

3. Köstlichen Café genießen im „Santa Monica“

In Italien stehen die Chancen dafür, richtig guten Café serviert zu bekommen, besser als in vielen anderen Ländern dieser Welt. Wer in Jesolo aber auf der Suche nach einem richtig guten Cappuccino ist, genießt ihn mini-and-me-mama-blog-wien-italien-reisen-mit-kind-jesolo-venezia-kaffee-cappuccinoauf der großen Terrasse des Caffé Santa Monica – Illy, sag ich nur. Auch großartig ist der „Iced Coffee“ (Ich hab keine Ahnung mehr, wie genau der auf der Karte hieß!) oder ein Glas mit frischen Erdbeeren mit Zucker und Zitrone, als halbwegs gesunden Vitaminstoß zwischendurch. Vorbeischauen, am Piazza Guglielmo Marconi!

4. Pediküre von Dottor Fish

Ich hab’s getan! So lange wollte ich das schon ausprobieren und in Jesolo hab ich es dann tatsächlich gewagt: Eine Pediküre von gefühlt 100 kleinen, gefrässigen Fischlein. 10 bis 20 Minuten lang die Füße ins Wasser halten und abkribbeln lassen. Es tut nicht weh, ziept manchmal höchstens ein bisschen.

Mini war fasziniert, ich hab vor mich hin gekichert und Papa hatte eine kurze Auszeit. Das Schöne: Es funktioniert!

5. Ein Ausflug in die Altstadt von Caorle

Das ist ein Programmpunkt, der für mich fix zur Heimreise gehört. Bevor wir auf die Autobahn auffahren, schlendern wir noch durch die romantische Altstadt Caorles und lassen beim Blick aufs Meer den Urlaub Revue passieren. Die kleinen Häuser mit den bunten Fensterläden laden zum Strandeln und Verweilen ein, der Turm des Duomu wirkt, bei genauerem Hinsehen, fast ein wenig schief. Der schiefe Turm von Caorle.

Bitte nicht verpassen: Direkt am Hauptplatz gibt es eine ganz wunderbare Boutique für Kindermode. So schick, das können nur die Italiener.

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Jesolo ist für mich, vor allem mit Kind, definitiv eine Reise wert. Wir haben die Italiener als unglaublich kinderfreundlich und zuvorkommend erlebt. Das Hotel war fein, das Essen köstlich und unsere gemeinsame Zeit als Familie lässt sich ohnehin mit nichts anderem aufwiegen.

Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal!


Wart ihr schon einmal in Jesolo? Habt ihr Hotelempfehlungen?

Was darf für euch bei keiner Reise in den italienischen Norden fehlen?

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