4 Impulse fürs Urban Gardening mit Kindern: Wie wir Kinder ans Gärtnern heranführen und ihre Begeisterung für Artenvielfalt wecken

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Die Natur tanzt. Diese natürliche Entwicklung der Pflanzen mit Kindern zu beobachten, zu sehen, wie sie mal Früchte tragen und mal nicht, wie sie sich Widrigkeiten widersetzen oder ihnen nachgeben: Das ist so ungemein bereichernd. 

Als meine Tochter zwei Jahre alt war, hatten wir unseren ersten „Urban Garden“, um den wir uns gemeinsam kümmerten. Auf dem kleinen Fleckchen, das uns zur Verfügung steht, Gemüse, Obst und Kräuter anzubauen, war eine rundum gute Entscheidung. Heute kennt meine Tochter alle Kräuter, weiß genau, was essbar ist und was nicht. Aussäen, einpflanzen, umtopfen, gießen – egal was, wir machen es zusammen und sie weiß nicht nur, wie das geht, sondern auch, wie sie sich um die Pflanzen kümmern kann.

Die Samen des im Herbst ausgewachsenen Salats verstreuten wir einfach im Topf, und jetzt, im Frühling, ist alles übersät von frischem Zupfsalat. Die dürren Teile des Himbeerstrauches, die ich beinah unabsichtlich nicht abschnitt und die irgendwie den Winter überlebten, erblühen nun in voller Pracht.

Im November des Vorjahres, am Tag des Apfels, verteilte Granny’s in Zusammenarbeit mit der Arche Noah viele kleine Baby-Apfelbäume in Österreich. Unser Bäumchen fand, nachdem es den Winter in unserem Vorzimmer verbracht hatte, nun gemeinsam mit vielen anderen Pflanzen seinen Platz am Balkon. Dort fühlt es sich so wohl, dass es sogar blüht.

„Garteln“ entschleunigt, beruhigt und hilft mir dabei, mich zu fokussieren. Mit Kindern kann es zu einer geliebten, bereichernden Tätigkeit werden, wenn wir Eltern entspannt, vorfreudig und neugierig auf die natürlichen Wege das Kindes an die Sache herangehen.

4 Impulse fürs Urban Gardening mit Kindern
1. Kinder alles machen lassen!

Schaufeln und Co. verwenden, die sie auch benützen dürfen. Kurz: eine „Ja-Umgebung“ beim Gärtnern schaffen. Wenn es etwas zu tun gibt, von dem ich wirklich nicht will, dass mein Kind es ausprobiert, wie beispielsweise dürre Äste mit einer scharfen Zange abzwicken, kann ich das erledigen, wenn es nicht dabei ist. Oder: Vielleicht finde ich auch hier einen Weg, bei dem beide mit anpacken können. Etwa durch dicke Gartenhandschuhe, mit deren Hilfe man auf die Zange verzichten kann. Heute erst habe ich die abgestorbenen Äste unserer Rose händisch abgebrochen.

2. Schmutzig machen lassen!

Kinder die Welt mit allen Sinnen begreifen zu lassen, ist für ihre Entwicklung so unglaublich wichtig. So wie LogopädInnen und PhysiotherapeutInnen raten, Kinder ihr Essen im wahrsten Sinne des Wortes „be-greifen“ zu lassen, so wichtig ist es auch, die Erde und die Pflanzen zu spüren. Wie fühlt sich Erde zwischen meinen Fingern an? Und wenn ich darüber laufe? Knistert es zwischen den Zehen? Was passiert, wenn ich sie mit Wasser vermische?

Alles sauber waschen können wir später. Erstmal geht’s ums Erfahren, Begreifen und Verstehen – mit allen Sinnen!

3. Dankbare und robuste Sorten wählen!

Vor manchen Krankheiten kann man Pflanzen nicht schützen, aber durch den Anbau robuster Sorten ist die Chance, dass sie gedeihen und Früchte tragen, freilich größer. Die Setzlinge und Samen der Arche Noah sind bekannt für ihre Widerstandskraft. Zudem setzt die Arche sich seit Jahrzehnten für den Erhalt der Artenvielfalt ein.

Dieses Engagement möchte ich unterstützen. Nicht nur, indem ich hier auf die wichtige Arbeit aufmerksam mache, sondern auch, indem meine Tochter und ich darüber sprechen. Indem ich sie begeistere für die natürliche Vielfalt, die uns umgibt und durch Vorleben den achtsamen Umgang mit diesem Schatz vermittle.

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Besonders wichtig ist die Erhaltung der Vielfalt bei Nutzpflanzen, wo sie in den letzten 100 Jahren um erschreckende 75 % zurückgegangen ist. Granny’s, der österreichische Marktführer bei gespritzten Apfelsäften, unterstützt die Sortenerhaltung bei Arche Noah im Rahmen einer langfristig angelegten Partnerschaft. Granny’s hat es sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, den Anteil an Streuobst aus Österreich in den kommenden drei Jahren auf 50 % zu erhöhen. Das bedeutet Streuobst von 5.000 zusätzlichen Apfelbäumen! So kann diese traditionelle Bewirtschaftungsform, die ökologisch und zur Erhaltung der Sortenvielfalt so wichtig ist, bewahrt werden.

Nun wurden in Wien auch kleine Samensäckchen verteilt, von denen wir welche ergatterten. Gemeinsam mit meiner Tochter streuten wir Basilikum-, Kohlrüben- und Karottensamen aus. Weitere Informationen zur Zusammenarbeit und der großangelegten Spendenaktion „Zum Wohl – der Natur“ findest du bei Granny’s und Arche Noah.

4. Gemeinsam ernten und weiterverarbeiten!

Klar, oft schmeckt der Apfel frisch vom Baum oder der saftige, kleine Snack-Paprika roh am besten. Naschen ist hier natürlich erwünscht! Neben dem Gärtnern macht jedoch auch das Kochen mit Kindern richtig Spaß, wenn man entspannt und ohne Zeitdruck an die Sache herangeht.

Schon Kleinkinder können den selbstangebauten Zupfsalat ernten, waschen und marinieren. Die Begeisterung fürs Entdecken und die Freude am Tun zu beobachten, bevor man gemeinsam den köstlichen Salat beim Mittagstisch genießt… Schön ist das!

Wie auch immer du es angehen wirst, vermutlich ist eines am Wichtigsten: eine entspannte Grundhaltung. Mit Kindern zu gärtnern ist keine gute Idee, wenn Boden, Kleidung und Haare nicht erdig werden dürfen. Wenn du in Eile bist und alles sauber haben möchtest. Und wenn es dramatisch wäre, wenn das ein oder andere Pflänzchen geknickt wird.

Unsere Kinder sind unglaublich kompetent und geschickt. Dennoch kann – wie bei jedem von uns – auch mal etwas schief gehen, und das ist OK. Hier kommt es nur darauf an, wie ich reagiere: Ob ich mich ärgere und meinem Kind ein schlechtes Gefühl gebe, oder ob ich entspannt bleibe, lächle, und wir gemeinsam weitermachen und die Zeit genießen.

Einige Tipps vom Profi zum Urban Gardening mit Kindern und welche Dinge du als AnfängerIn unbedingt beachten solltest, habe ich in einem anderen Artikel für dich gesammelt.


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Weiterführende Links:

In freundlicher Zusammenarbeit mit Granny’s.

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Jeannine ist 30, Autorin, dipl. Kommunikationstrainerin und Bloggerin aus Wien. Sie ist Veranstalterin einer Workshopreihe für bewusste Elternschaft, Beziehungsautodidaktin und leidenschaftliche Verbreiterin der Idee des „Conscious Parenting“ im deutschsprachigen Raum. Neben all diesen Labels ist sie mit ganzem Herzen Mutter einer kleinen Tochter, Verlobte, Wegbegleiterin und immerfort Lernende.

www.mini-and-me.com

2 thoughts on “4 Impulse fürs Urban Gardening mit Kindern: Wie wir Kinder ans Gärtnern heranführen und ihre Begeisterung für Artenvielfalt wecken

  • Reply 11 Dinge für's Wochenende | Mummy Mag 25. Mai 2018 at 17:47

    […] Gärtnern mit Kindern? Klaro! Wie ihr euren Nachwuchs mit viel Freude und ganz spielerisch  ans „Urban Gardening“ auf dem hauseigenen Balkon oder im Garten heranführen könnt, hat Jeannine von Mini and Me aufgeschrieben. […]

  • Reply Anja 29. Mai 2018 at 17:55

    Oh ja, ich verstehe die Begeisterung und sehe es wie du. Das Gärtnern mit Kindern ist so bereichernd und wundervoll.
    Obwohl der Bär noch klein ist können wir schon einiges gemeinsam machen und er freut sich so sehr wenn wir etwas ernten !

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