Food Interview

Weihnachten bei… Lotta von „Le Babypop!“

Nicht nur eine meiner liebsten österreichischen Bloggerkolleginnen, sondern auch eine liebe Freundin, die ich nicht mehr missen möchte: Lotta ist die wunderschöne Schreiberin des Life- und Styleblogs Le Babypop!, Mutter eines kleinen Sohnes und trägt ihr bald schlüpfendes Töchterchen unterm Herzen. Auf ihrem Blog versteht sie es, interessante und liebevoll verfasste Inhalte mit wunderschönen Bildern zu kombinieren. Seht euch zum Beispiel mal den Artikel über die Babyshower ihrer Tochter an oder den schönen Outfit-Post in der 40. SW!

Da ich weiß, welch wundervolle Frau und Mama mit Lotta hinter Le Babypop! steckt, macht das Lesen natürlich doppelt so viel Spaß. Aber die ganz persönliche, die „offline“ Komponente, müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben, hehe.

Lotta hat heute nicht nur ganz persönliche, inspirierende Antworten auf meine Fragen, sondern auch ein köstliches Keksrezept für euch! Vielleicht findet ihr ja noch die Zeit, zum Backen.

Viel Freude mit dem Interview!


Wie hat sich Weihnachten und die Zeit drum herum verändert, seitdem du Kinder hast?

Oskar ist jetzt knapp zwei, wir haben also erst ein Weihnachten mit ihm gefeiert. Davor habe ich immer zusammen mit all meinen fünf Geschwistern gefeiert. Das lief jedes Jahr ein bisschen anders ab, seitdem meine Eltern geschieden waren. Mal wurde Heiligabend mit allen zusammen, mal bei meinem Papa oder bei meiner Mama gefeiert. Wir Geschwister waren glaube ich immer zusammen, zumindest habe ich das so in Erinnerung…

Meistens wurde dann am Tag vor Heiligabend alles geputzt, aufgeräumt, jeder hat noch die letzten Geschenke fertig gemacht und dann wurde gemeinsam gekocht. Dadurch dass der Ort jedes Jahr ein anderer war, und die Umstände (meine Mama hatte zum Beispiel die letzten Jahre immer noch Dienst am Heiligabend bis um acht) war der Ablauf nie ganz der gleiche… Ein wichtiger Punkt war für uns als wir alle älter waren auf jeden Fall das Schmücken vom Weihnachtsbaum. Das haben wir immer erst am 24. gemacht. Mein Bruder hat nämlich am 23. Geburtstag und dadurch, dass dann an diesem Tag immer Kindergeburtstag stattfand, wurde das quasi zur Tradition. 🙂

Und abends, wenn dann alles fertig vorbereitet war, fand bis zum Schluss die Tradition statt, dass alle aus dem Wohnzimmer mussten, bevor das Christkind mit den Geschenken kam und mit einem Klingeln den Raum verließ, sodass wir Kinder hinein durften! Nur der Weihnachtsbaum wurde erleuchtet, es wurden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen, dann die Geschenke ausgepackt, jeder hat eigentlich immer gleich alles ausprobiert, was er bekommen hat und danach ging es zum Essen!

Als Oskar bei uns dazu kam, beschlossen wir, dass wir Weihnachten zuhause als eigene kleine Familie feiern wollen. Das hat uns zum einen Diskussionen erspart, wo wir feiern (Mit Bastis Eltern, mit meiner Mama oder bei meinem Papa…) und zum anderen hatten wir dadurch einfach die Freiheit alles so gestalten zu können wie wir uns das FÜR UNS und vor allem OSKAR vorstellten.

Mein Papa und seine Freundin waren bei uns in Wien zu Besuch, danach haben wir ab dem ersten Weihnachtsfeiertag nacheinander alle anderen in Deutschland abgeklappert – mit 7 Stunden Fahrtzeit beschlossen wir gleich zwei Wochen Heimaturlaub zu machen. 🙂

Hast du Tipps für (werdende) Mamas oder jene, die das erste Weihnachten mit Kind verbringen werden?

Für mich ist Weihnachten vor allem durch das, wie es früher mit meinen Eltern ablief, mit vielen – nicht nur positiven – Emotionen verbunden.

Ich finde, dass man an Weihnachten die beste Situation FÜR SICH und SEIN KIND schaffen sollte. Mir bereitet es besondere Freude, ein schönes Fest für Oskar zu auszurichten, deshalb ist es am schönsten mich bei wenig Trubel voll auf ihn einlassen zu können.

Dadurch, dass wir jetzt eine eigene Familie sind, können wir neue Traditionen schaffen, die natürlich mit alten verbinden! Das wichtigste jedoch ist für mich, dass man die Chance hat, positive Erinnerungen für die ganze Familie zu diesem besonderen Fest zu schaffen!

Konzentriert euch auf eure Kinder. Erzwingt kein kompliziertes Fest mit aufwändigem Menu oder fix geplantem Ablauf – nehmt euch einfach Zeit für eure Kinder. Fangt mit kleinen weihnachtlichen Ritualen oder Bräuchen an, die ihr euren Kindern näher bringen wollt.

Hast du mit Ritualen und weihnachtlichen Bräuchen aus deiner Kindheit gebrochen, als es dann an dir als Mama war, das Fest auszurichten?

Hm… das finde ich keine leichte Frage 😀 Wirklich gebrochen habe ich nur mit dem Brauch, dass wir Geschwister an Weihnachten alle zusammen kommen.

Das war eigentlich das, was Weihnachten bei uns ausmachte. Natürlich gab es dann noch andere Rituale und Bräuche, aber wie ich es oben schon beschrieben habe, durch die Umstände, dass zum Beispiel jedes Jahr woanders gefeiert wurde, wurden die Rituale neu erfunden und angepasst. 🙂 Es hab also keine so festgeschriebene Tradition, mit der ich hätte brechen können.

Was hast du beibehalten?

Wir haben den Christbaum gemeinsam geschmückt, während wir „Ernest saves Christmas“ angeschaut haben. Das haben wir die letzten Jahre immer so gemacht. 😀 Ich habe Oskar eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Wir haben alle zusammen gekocht, die Bescherung fand vor dem Essen statt und erst mit dem Erklingen einer kleinen Glocke, mit der verkündet wird, dass das Christkind da war, kamen Oskar, Basti und ich zum erleuchteten Weihnachtsbaum zu den Geschenken! Weihnachtslieder haben wir natürlich auch gesungen!

Was ist für dich das Schönste rund um die Feiertage, worauf freust du dich am meisten?

Am allermeisten freue ich mich auf die gemütliche, „besinnliche“ Familienzeit. Dass man sich Zeit für die Gemeinsamkeit nimmt. Vor allem in dieser Zeit, sind für mich Social Media usw. gar nicht wichtig und auch allen andern scheint es leichter zu fallen, sich einfach mal aufs wesentliche zu konzentrieren. Egal ob es basteln oder gemeinsam backen, abends Weihnachtsbücher lesen ist – in dieser Zeit erlebt man viele Dinge irgendwie noch bewusster. Und dann gibt es da noch all die schönen Sachen, die es das Ganze noch „hyggeliger“ machen: draußen ist es kalt, drinnen zündet man Kerzen an, die Düfte, die Gewürze…

Und auch wenn ich das bewusst für den heiligen Abend nicht so wähle, freue ich mich aber schon auch immer wahnsinnig darauf, dass an den Feiertagen die ganze Großfamilie zusammenkommt. In einem wilden großen Chaos wird dann gegessen, gelacht und ausgetauscht! Das ist schon auch etwas ganz besonderes in dieser Zeit!

Mürbe Ausstecherle a la Lotta

  • 400 gr Mehl
  • 200 gr kalte Butter
  • 150 gr Zucker
  • eine Messerspitze Vanille
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Den Teig verkneten und dann mind. eine Stunde kalt stellen.

Ausrollen, ausstechen, bei ca. 180°C 10 Minuten backen und danach gemeinsam genießen. 🙂

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Danke für die persönlichen Einblicke und das Keksrezept, Lotta! 

Nächsten Dienstag erwartet euch das nächste Interview zur Serie „Weihnachten bei uns“.

Ich freu mich schon!

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2 Kommentare

  • Reply
    Lotta
    21. Dezember 2015 at 18:23

    Jeannine, meine Liebe!!! Ich bin so gerührt von deinen lieben einleitenden Worten!!! <3 Tut mir total Leid, dass ich erst jetzt darauf reagiere!!!! Das mag sich doof anhören, aber ich war einfach zu viel mit kuscheln beschäftigt 😀 😀

    Ihr müsst sie bald kennenlernen, unsere Kleine! Sie ist ein Engel und ich bin sicher deine Maus wäre begeistert! 😀 <3

    • Reply
      Jeannine
      21. Dezember 2015 at 22:31

      Ich freu mich so, dass es dir gefällt! <3 Vielen Dank nochmals, dass du mitgemacht und dir die Zeit genommen hast! Freu mich noch immer so über die wunderschönen Bilder! 🙂 Ich hoffe, wir sehen uns ganz ganz bald - evtl. nach den Weihnachtsfeiertagen? Sind schon so gespannt auf dein kleinstes Wunder!

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