Über Mini and Me

 Mini and Me ist ein Blog für Eltern, die bewusster leben wollen. Die authentische Beziehungen zu sich selbst und ihren Mitmenschen führen möchten. Die neugierig sind, keine Angst vor der Liebe haben und das Leben nicht zu ernst nehmen. Die Vorgedachtes hinterfragen und ihr eigenes Ding machen. Mini and Me ist für Eltern, die sich gegenseitig unterstützen und beflügeln. Mini and Me ist für Dich.

Das bin ich:

Ich bin Jeannine, die langzeitstillende, babytragende Mama einer kleinen Tochter. Ich glaube an beziehungsorientierte Elternschaft und daran, dass wir mehr von unseren Kindern lernen können, als umgekehrt.

Vorm Mamasein moderierte ich ein paar Jahre lang beim österreichischen Privatfernsehen, war als diplomierte Kommunikationstrainerin in der Erwachsenenbildung tätig und studierte Philosophie. Ich vertonte als Sprecherin zum Beispiel Werbungen und Kinderbücher und stand als Darstellerin immer mal wieder vor der Kamera. Mein liebstes Schauspielprojekt bisher war und ist die grandiose Vision von Wienerland.

Ich blogge seit mittlerweile 15 Jahren. Aus Freude am Schreiben, zur Inspiration und um auf diskussionswürdige, familienbezogene Themen aufmerksam zu machen. Mein Hobby wurde zum Beruf. Dafür bin ich jeden Tag dankbar, weil ich so viel Zeit mit meiner Tochter verbringen und orts- und tageszeitunabhängig arbeiten kann.

Ich bin im Herzen ein kleiner Nerd, liebe das Reisen, mag warme Frühlingstage und guten Kaffee.

Mein Thema: Warum über Familie schreiben?

Ich glaube, dass der Mensch, so, wie er sich oftmals außer sich, beinah schlafend oder mit einer „Hinter mir die Sintflut!“ Attitüde präsentiert, nicht gedacht war.

Ich glaube aber auch, dass er – aufgrund der Art und Weise, wie andere Menschen ihm von Geburt an begegnet sind – gar nicht anders kann. Was es hier braucht, ist ein Prozess radikaler Bewusstwerdung auf ganz vielen Ebenen.

Wir sind nicht bei uns. Wir wurden weggetragen, an einen anderen Ort.

Dort leben wir mit dem Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft – selten im Jetzt, selten wirklich präsent.

Das Korsett, in dem wir gesellschaftskonform leben, drückt zwar ab und an an einigen Stellen… aber solange wir irgendwie noch Luft bekommen, lassen wir es an. Die Angst, was wäre, wenn wir es ablegten, ist zu groß.

Ich will schreiben von einem Weg der Liebe, auf dem die Angst zwar ihren Platz hat, aber nicht die Zügel hält.

Als wäre das, wenn man versucht, das gesamte Ausmaß der Folgen zu erfassen, nicht schon tragisch genug, fertigen wir, sobald wir Eltern werden, auch noch kleine Korsette an, die wir dann unseren Kindern überstülpen. Geformt nach unseren eigenen, verqueren Vorstellungen. Passen tun sie unseren Kindern – die so frei und so sehr „bei sich“ sind, dass es uns verliebt, mitunter aber auch überrascht oder verschreckt zurücklässt – nicht.

Aber wir als Eltern und die Gesellschaft tun sehr viel dafür, sie passend zu machen. Ist das Kind erwachsen, spürt es das Korsett kaum noch. Wie die meisten von uns.

Das will ich nicht. Ich will aus meinem Korsett ausbrechen – jeden Tag ein bisschen, Millimeter um Millimeter, bis ich atmen kann. Aus meinem Selbst heraus. Und ich will kein Korsett für mein Kind. Ich will es ihm gar nicht anlegen, überstülpen. Es in nichts hineinzwängen.

Deshalb arbeite ich an mir. An meinem Bewusstsein, an meinen Entscheidungen.

Weil mein Kind bereits ist. Weil mein Kind noch ist. Ich bin es, die wieder werden muss.

Und so wachsen wir aneinander und gemeinsam. Jede von uns in ihre Richtung, und dennoch nicht alleine.

Wir sind viele!

In den letzten Jahren, seit ich meine (zunehmend kritischen und unbequemen) Gedanken online teile, entstand eine starke Community an Eltern, die es auch anders machen möchten. Die erkannt haben, dass der Blick aufs Kind, den unsere Gesellschaft lebt, sich ändern muss. André Stern bezeichnete es im Gespräch mit mir als eine „Bewegung“. Diese Eltern – hauptsächlich Mütter – wollen ihre Kinder liebevoll auf Augenhöhe begleiten und in authentischen Beziehungen mit ihren Mitmenschen leben.

Dabei fühlen sie sich oftmals alleine, es fehlt ihnen das unmittelbare Netzwerk an „Mitstreiterinnen“ – wobei „Mitlieberinnen“ hier besser geeignet wäre. Neben den Unsicherheiten, wenn es um das Loslassen alter Glaubenssätze und blind übernommener Strukturen geht, ist dies das zweite Anliegen, das seit langem an mich herangetragen wird: „Ich will nicht mehr alleine sein mit der Art, wie ich Familie lebe!“

Lass mich dir sagen, du bist es nicht. Wir, die wir in Gleichwürdigkeit und bewusster leben wollen, sind viele. Als Symbol dieses Gemeinsamseins begleitet mich seit langem mein laut ausgesprochener Gedanke „Wir sind viele!“, sowohl in meinen Texten, als auch auf Social Media (mit #wirsindviele). Es ist schön zu sehen, wie er angenommen und von anderen Menschen weitergetragen wird.

Meinen Leserinnen habe ich versprochen, an den Möglichkeiten für echten Austausch zu arbeiten. Das erste sichtbare Ergebnis ist das monatlich stattfindende Beziehungscafé: Ein Treffen für beziehungsorientierte Mütter, ein geschützter Rahmen, in dem man liebevoll empfangen wird und einfach sein kann. Gemeinsam.

Ich möchte mit diesem Blog, mit Mini and Me, online einen Ort des Austausches schaffen. Inspirieren, anregen zum Nach- und Umdenken. Anbieten. Auf dass du dir mitnimmst, was sich gut anfühlt und liegen lässt, was nicht stimmig ist für dich und deine Familie.

Der Kontakt mit dir, meiner Leserin, zeigt mir jeden Tag, dass ich hier auf einem guten Weg bin und echte Beziehungen, echte Menschen ein Stück weit begleiten darf. Das ist wundervoll!

Fotos © Daniel Nuderscher