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Slow Mornings: 7 Schritte, um bewusst und glücklich in den Tag zu starten

Slow Mornings: So startest du bewusster in den Tag (Entschleunigung, Leben mit Kindern, Achtsamkeit, Slow Parenting, Yoga für Anfänger, Achtsam leben mit Kindern, bewusst leben mit Kindern, den Alltag entschleunigen, Slow Lifestyle, Rituale etablieren, Rituale für Mamas, Rituale für Eltern) bei Mini and Me

Wir Mamas sind ausgelastet. Unsere Tage sind zu kurz, wir möchten so viel und schaffen oft gefühlt zu wenig. Stolpern wir über Tipps zum bewussteren Leben, die uns vielleicht sogar aufrichtig interessieren, lächeln wir meist nur müde, denn: Wie sollen wir das umsetzen? Mit Kind und Kegel und so vielen Menschen, die etwas von uns wollen.

Aber es gibt sie, die Veränderungen hin zu mehr Bewusstsein, die Slow Mornings, die auch für uns Mütter passen.


Bewusst im Alltag: Mit kleinen Ritualen den Morgen gestalten

Ich bin kein Morgenmensch. Daran hat auch die ab 6 Uhr meist hochmotivierte junge Frau, die ich meine Tochter nenne, nichts geändert. Ich muss nur noch schneller funktionieren, als das früher der Fall war.

Gerade im Leben mit Kindern brauchen wir kurze, einfach umsetzbare Mini-Rituale, die uns dabei helfen, gut gelaunt und wach in den Tag zu starten. Voller Energie wenn möglich, und vor allem: Bewusst im Hier und Jetzt, nicht mit den Gedanken in alle Windrichtungen verstreut.

Wir wollen Rituale etablieren, die sich sowohl für uns als auch für unsere Lieben gut anfühlen. Die zu uns passen und für alle echten Mehrwert haben.

1 Ausgiebig strecken

Bringt den Kreislauf in Schwung und macht munter. Wie angenehm ist es, sich noch im Bett nach allen Seiten zu strecken? Babys machen das ganz automatisch. Hast du selbst Kinder, hast du sie sicher schonmal dabei beobachtet. Wie sich das kleine Doppelkinn bildet, wenn die Arme weit nach oben gestreckt werden. So süß und gleichzeitig so wohltuend.

Hier ist also Nachmachen angesagt. Du wirst sehen, das belebt!

2 Nicht auf’s Handy schauen

Ich schaff das mittlerweile zum Glück öfter als früher. Und wenn es tatsächlich so ist, dass ich die 1. Stunde nicht checke, was alles passiert ist in diesem kleinen Kasterl, das ich ohnehin viel zu oft in der Hand halte, bin ich richtig stolz auf mich. Ich bin da. Hier, im Jetzt.

Was interessieren mich irgendwelche Nachrichten von irgendwelchen Menschen auf irgendwelchen Plattformen, wenn mein Glück, mein Sinn, dieses kleine Mädchen mit dem zerzausten Haar und dem müden Blick vor mir steht und einen Apfel möchte? Richtig, gar nicht.

(Wenn ich mich dann bewusst ans Arbeiten mache, interessieren mich zumindest die an mich adressierten Nachrichten natürlich schon. Sie lassen mich auch in stressigen Zeiten am Ball bleiben mit meiner Tipperei, berühren mich, fordern mich heraus und sind so bereichernd. Sie sind der Grund, warum ich als selbständige Bloggerin und Autorin so viel zeit mit meiner Tochter verbringen kann. DU bist der Grund. Danke.)

3 Ein warmes Glas Wasser (mit frisch gepresster Zitrone) trinken

Ich liebe meinen Cappuccino. Ein guter Tag startet mit gutem Kaffee. Womit er aber wirklich starten sollte, ist lauwarmes Wasser. Wer mag und auf nüchternen Magen kann, presst eine halbe Zitrone hinein. Fertig ist das Powergetränk das belebt, die Verdauung in Schwung bringt und uns munter macht.

Meine Tochter auch von diesem Part unseres Rituals zu überzeugen, daran arbeite ich noch. Sie verlangt aktuell meist kalte Milch. Way to go…

4 Die Sonne grüßen

Nein, nicht ans Fenster gehen und mal rauswinken. Wobei es schon eine gute Idee wäre, gleich morgens die Wohnung durchzulüften. Hier spreche ich aber vom Sonnengruß: einer Aneinanderreihung verschiedener Asanas beim Yoga. Es ist eine Abfolge, die auch Anfängerinnen super in ihren Tag integrieren können.

Auf Youtube habe ich eine sehr ausführliche, langsame Anleitung gefunden, mit der auch absolute Newbies arbeiten können. Einmal intus, geht es beinah wie von selbst. So nimmt der Sonnengruß dann auch nur wenige Minuten in Anspruch. Mit jeder einzelnen Bewegung soll abwechselnd ein- bzw. ausgeatmet werden. Daraus ergibt sich ein natürlicher Fluss, weil man ja bewusst und regelmäßig atmen soll. Zwei Varianten (Sonnengruß A und B) kannst du auch probieren.

Vollzieht man den Sonnengruß ein paar Mal hintereinander, atmet man danach bewusster, ist fokussierter, aufgewärmt, offen, belebt,… es ist einfach ein wunderbares Gefühl.

Der Sonnengruß ist die erste Abfolge, die ich mir bei meiner wöchentlichen Mama-Me-Time „Yoga im Park“ gemerkt habe. Seither begleitet er mich täglich und ich freue mich darauf, bald weitere Asanas in meinen Alltag zu integrieren.

5 Frühstücken

Bevor ich Mama wurde, war mein Frühstück Kaffee. Mit der Schwangerschaft und der langen Stillzeit veränderte sich das allmählich. Ich ernährte mich gesünder, ausgewogener. Auch schon morgens.

So richtig den Schritt zu viel Obst und Gemüse und regelmäßig gesundem Frühstück tat ich aber erst, als ich meine Gesundheit durch ein alarmierendes Testergebnis gefährdet sah. Hier kam die Umstellung von „nur Kaffee“ zu ihrer Vollendung. Seither frühstücke ich nicht nur täglich, was auf den Teller kommt enthält auch immer frisches Obst oder Gemüse. Meistens beides.

Ich weiß, dass ich mehr Variationen ausprobieren könnte, aber da meine Tochter zum Beispiel sämtliche Arten breiartiger Konsistenzen verschmäht, werde ich hier nicht sonderlich kreativ. Obst, Gemüse, wo immer möglich regional und/oder biologisch – das ist mir wichtig. Die Abwechslung kommt erst an zweiter Stelle.

6 Die richtige Musik hören

Manchmal drehe ich morgens den Radio auf. Manchmal ist das eine gute Idee und die Musik passt ganz einfach, belebt, motiviert, macht happy. In ganz vielen Fällen aber auch nicht. Dann dröhnt da in der Früh so ein unangenehmes „Duz-Duz“ an meine Ohren. Ich werde immer hibbeliger und komme erst drauf, warum ich so nervös bin, wenn ich schon die gute Laune des Mannes und manchmal auch die der Tochter angestrengt hab.

Kaum ist die Musik aus, kann ich aufatmen, durchatmen, und denke mir: Ah, das war’s.

Musik macht etwas mit uns. Sind wir uns dessen bewusst, können wir in einer ruhigen Minute unsere ganz persönliche Playlist an „Morning Tunes“ erstellen. Songs, die uns entspannen und atmen lassen, die uns helfen, ganz hier zu sein, runterzukommen und zu fokussieren. Es sollten genug Titel sein, um uns nicht bereits nach zwei Tagen zu nerven, weil wir immer dasselbe hören.

Wenn dir hierzu spontan Lieder einfallen, würde ich mich freuen, wenn du sie zur Inspiration für andere Leserinnen und für mich in die Kommentare schreiben würdest.

7 Im Moment dankbar sein: eine kleine Gedankenübung

Oft liest man: Denk vorm Schlafengehen an einen Moment an diesem Tag, für den du dankbar bist. Das ist sicher eine wunderbare Sache, die ich auch absolut begrüße.

Ich möchte gerne einen Schritt weitergehen: Findest du hier und jetzt, an diesem Morgen mit Kind, an dem so viel getan werden will, so viele Wünsche gehört werden wollen, genau in dieser Situation etwas, wofür du dankbar bist?

Vielleicht ist es das Kind, das den Tisch mit Joghurt beschmiert. Vielleicht blickst du es an, seufzt, weil mal wieder alles schmutzig ist. Und nur vielleicht huscht heimlich ein Lächeln über dein Gesicht, nur ganz kurz, und du freust dich. Weil du diesen Moment erleben darfst. Diesen puren Moment, so ungeschönt, so nur für euch, für dich.

Womöglich ist es aber auch der heiße Kaffee mit dem genialen Milchschaum (oder der nur noch lauwarme Tee aus der halb abgespülten Tasse), den du dir gönnst, wenn die Kinder im KiGa oder in der Schule sind. Oder wenn sie Fernsehen. Ja, morgens. Weil muss halt manchmal.

Wie auch immer dein persönlicher Moment an diesem Morgen aussieht, ob er deine Liebsten betrifft oder nur dich alleine. Finde ihn, in all dem Chaos, in der Liebe, in dem Frieden und im Trubel. Finde ihn für dich.


Wie startest du in den Tag? Konntest du keine Rituale für dich und deine Lieben etablieren?

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Mehr Bewusster Leben bei Mini and Me:

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4 Kommentare

  • Reply
    Michi
    26. Juli 2017 at 6:27

    Danke für diesen Input! Ich versuche auch, den Morgen gaaaanz langsam und bewusst anzugehen. Ich liebe es, wenn sich meine Tochter (21 Monate) gleich frühmorgens auf ihren Polster hockt und sich ein Buch ansieht, während ich Frühstück zubereite. Zwei Tipps deines Blogeintrags kann ich besonders mitnehmen: Das lauwarme Wasser mit Zitrone und die morgendliche Musik – wobei ich da 0 Inspiration habe! Wie sieht denn eure Morning-Playlist aus, wenn ich fragen darf? Bei uns läuft oft „Playing for Change“ in Dauerschleife, weil mich deren Musik und Message sehr berührt 😉

    • Reply
      Jeannine
      20. August 2017 at 15:35

      Liebe Michi, das freut mich wirklich sehr, schön zu lesen, dass du dich angesprochen fühlst und auch etwas davon umsetzen kannst! 🙂 Mir tut es so ungemein gut, auf diese Dinge zu achten. Natürlich eignet sich nicht jeder Morgen, aber immer mal wieder passt es doch gut. Und das ist das Schöne, dass wir es für uns passend machen können! 🙂 Ich mag Klaviermusik sehr gerne, da kann ich entspannen. Manchmal darf es aber auch etwas sein, das „happy“ macht und wo wir dann gleich in der Küche rumtanzen! 🙂

  • Reply
    Michaela
    28. Juli 2017 at 11:41

    Liebe Jeannine,
    danke für deinen tollen Input – slow in den Tag zu starten macht es tatsächlich schöner! Oft benötigt man so ein bisschen einen Stups, Routinen neu zu definieren – welcome Zitronenwasser 🙂
    Meine 3 Lieblingssongs am Morgen sind übrigens „Je veux“ von Zaz, „Hymn for the Weekend“ von Coldplay und „Waiting on the Sun“ von Sixpence non the richer. Vielleicht ist da was für dich dabei!
    Liebe Grüße,
    Michaela

    • Reply
      Jeannine
      20. August 2017 at 15:36

      Michaela, sehr cool, danke dir für die Tipps! 🙂 Muss ich gleich hören! Genau, das mit dem Stups kenne ich, und ich denke das ist in vielen Situationen so. Zitronenwasser ist super easy und schnell gemacht, das geht sich immer irgendwie aus. Und wenn mal keine Zitronen da sind, dann eben nur warmes Leitungswasser. Auch gut! 🙂

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