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Rom mit Kindern entdecken: Wahlrömerin Vere verrät ihre Tipps

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Schön isses, heiß isses – ab nach Rom! Die Stadt ist ein Erlebnis, die Flüge kurz und günstig. Als ich die italienische Hauptstadt vor sechs Jahren mit einer Freundin unsicher machte, hatte ich natürlich noch kein Auge für jene Dinge, die wohl auch Kindern Spaß machen würden.

Da trifft es sich gut, dass Vere von MamiRocks mit 11 Jahren samt Eltern nach Rom zog und dort ihre Jugend verbrachte. Sie liebt diese wunderschöne Stadt noch immer – für mich mehr als verständlich!

Wenn jemand Bescheid weiß, dann sie! Deshalb freue ich mich, dass sie mit uns ihre Tipps für eine schöne Zeit im Freien in Rom mit Kindern teilt. Danke, Vere!


Rom mit Kindern genießen: Vere nimmt uns mit!

Bei Rom denkt jeder zuerst einmal an den Petersdom und den Papst. Andere verbinden mit der ewigen Stadt sofort die antiken Ausgrabungen und das Kolosseum. Doch Rom mit Kind, da findet sich wenig Information und wirklich, Rom ist nicht gerade bekannt als kleinkindfreundliche Stadt.

Doch es gibt sie, die lauschigen Plätzchen für ein Picknick, die tollen Parks wie die Villa Borghese, in der man sogar Ruderboot und Tretboot fahren kann oder die Villa Pamphili.

Die Spielplätze sind zwar mittlerweile ein bisschen neuer und nicht mehr so verrostet, dass man nicht sicher ist, ob es gut ist, sein Kind da raufgehen zu lassen… aber Rom ist eben Rom und da gibt es nur eins: „Do like the Romans do!

rom mit kindern entdecken

Foto © Edmund Heinrichsdobler

Tipp: Metro oder Taxi nehmen

Denn die Römer lieben ihre Stadt, auch wenn sie gequält Stunden im zähen Stau auf der Stadtautobahn verbringen müssen, um ihren Nachwuchs in den mit Bedacht ausgewählten Kindergarten bringen zu können. Und wer jetzt ohne Auto da ist, der freut sich gleich mal und stürzt sich ins Abenteuer Metro.

Es gibt in der Metropole mit fast 3 Millionen Einwohnern im Stadtkern und weiteren 3 Millionen im Großraum Rom, doch sage und schreibe nur zwei U-Bahn-Linien plus einige Züge, die in die Vororte fahren. Mit der Metro erreicht man aber doch viele schöne Plätze. Vom Hauptbahnhof, der Piazza Republica oder dem Kolosseum aus – in dieser Gegend befinden sich sehr viele Hotels – ist man mit der Linea B schnell bei der Pyramide angelangt. Die ist zwar vom Verkehr umbrandet, aber einfach ein Muss: Wo in Europa kriegen Kinder schon eine echte Pyramide zu Gesicht?

Nach einem Abstecher bei der Eataly, die sich am Terminal Ostiene (U-Bahn Piramide) befindet, geht es in den Zug nach Ostia. Ein Tag am Strand ist einfach herrlich und egal zu welcher Jahreszeit empfehlenswert.

Foto © Verena Wagner

Foto © Verena Wagner

Antike als Abenteuer

Ebenfalls nur ein paar Stationen weiter mit der Linea B gelangt man ins E.U.R., ein grüner, eher ruhiger und weitläufiger Stadtteil mit einem künstlichen See (Laghetto) zum Spazieren und einer gemütlichen Einkaufsstraße (Viale Europa, Viale Beethoven). Hier gelingt es dem Trubel der Stadt zu entfliehen.

Von hier aus ist es mit einem Taxi nicht weit zur Via Appia Antica oder einer der Katakomben. Die sind schon ab 4 oder 5 Jahren total spannend. Wem diese Tour zu umfangreich ist, kann von der Metro-Station San Giovanni mit Bus oder Taxi – um extra Kindersitze kümmert sich hier keiner – ebenfalls schnell einige der Katakomben erreichen.

Für Kinder, die schon einigermaßen gut zu Fuß sind, gehört natürlich auch ein Besuch des Kolosseums und des Forum Romanum zum Programm. Vorsicht mit Buggys: die Wege in Rom sind oft holprig und von Baumwurzeln durchschlagen und überall begleiten einen die wunderbaren San Pietrini (Kopfsteinpflaster). Wenn Mama und Papa also viel angucken wollen, lohnt sich wahrscheinlich eine Kraxe. Außerdem gibt es Pferdekutschen für Touristen.

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Foto © Simona Sperl

Wer ein wenig antike Luft schnuppern will, steigt an der Linea B Circo Massimo aus. In den Circus Maximus unbedingt ein Picknick mitnehmen! Hier lässt es sich auch bei Hitze gut aushalten und die lauen Juniabende unter dem Sternenzelt sind einfach wunderbar.

Rom bei Nacht sollte man auf alle Fälle auch von einem der Hügel gesehen haben, etwa dem Pincio (nahe spanische Treppe) oder dem Gianicolo. Dort gibt es etwas abseits, hinter dem großen Aussichtspunkt und vorbei am Faro (Leuchtturm), einen kleinen Eingang zu einem Amphitheater. Hier unter der Quercia di Tassorom mit kindern entdecken, der Eiche unter der Torquato Tasso, ein römischer Dichter, gern saß, lässt es sich ebenfalls gut verschnaufen. Die Kinder spielen entspannt auf den Stufen des alten Theaters – fast wie bei Momo, so kommt es mir immer vor.

Pizza, Pasta, Gelato

Was das Essen betrifft, sind Kinder hier goldrichtig! Nudeln an jeder Ecke, Pizza a taglio (das ist Pizza vom Blech, die in Stücken in der gewünschten Größe und Sorte verkauft wird und einfach köstlich schmeckt – nicht umsonst der beliebteste Snack Roms) und natürlich überall Eisdielen.

Im Zentrum können Kinder an Plätzen wie der Piazza Navona ungestört Tauben jagen, da kommt mit Sicherheit kein Auto vorbei. Ein weiterer toller Platz ist der Campo dei Fiori, auf dem sich vormittags ein farbenfroher Gemüse-, Blumen- und Fischmarkt befindet. Da gibt es immer viel zu gucken. Anschließend kann das Mittagessen in einem der Restaurants auf der Piazza eingenommen werden. Auch hier ist es ideal zum draußen sitzen und die Kleinen dürfen sausen.

Den Vatikan mit seinen Touristenströmen würde ich getrost vom Programm streichen – viel zu stressig.

Foto © Edmund Heinrichsdobler

Foto © Edmund Heinrichsdobler


Vielen Dank, liebe Vere, für deine Tipps und die tollen Fotos!

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Habt ihr schon einmal Rom mit Kindern erlebt?

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Fotos © Verena Wagner, wenn nicht anders angegeben

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3 Kommentare

  • Reply
    Ria
    4. Juli 2016 at 23:20

    Lustig! das hätte ich vor genau 2 Monaten gebraucht: unsere 1. Reise mit dem 22 Monate alten Prinzesschen und das nach ROM. was ich jedoch eindeutig NICHT empfehlen kann – entgegen diesem Artikel – das ist die METRO. das geht zumindest NICHT mit Buggy. und ohne Buggy den ganzen Tag unterwegs sein ist für mich wiederum undenkbar gewesen (ich habe das Tragen geliebt, die ersten 6 Monate ausschließlich und weitere 6 Monate sehr gerne und lange getragen, aber jetzt mit knapp 12kg in der Hitze den ganzen Tag ….NEIN). die Metro ist mega veraltet und viele viel Stationen haben KEINEN Aufzug und nicht mal Rolltreppe – da wird es sehr mühsam! ich hab fü runs damals den BUS entdeckt – es dauert länger, aber man sieht dafür gleich was von der Stadt und dort wird jederzeit geholfen den Kinderwagen rauf/runter zu heben – bei einer langen Treppe werden selbst die kinderliebenden Italiener nicht zu wahren Helferleins 🙂 ansonsten haben wir einen Großteil der empfohlenen Tipps sogar wirklich gemacht und hatten somit einen schönen Rom-Urlaub. der Kinderfreundlichste vermutlich nicht, aber ihr hat es eindeutig auch gefallen (der Park in der Villa Borghese ist wirklich seeeeehr schön!) und auch EUR mit seinem See ist ein Ausflug wert!) mit dem Buggy durch die Innenstadt ist gar nicht mal so schlimm wie befürchtet. nicht so easy wie zB in Wien, aber besser als erwartet 😉 man gewöhnt sich ja dran

    • Reply
      Jeannine
      7. Juli 2016 at 20:45

      Hi liebe Ria, vielen Dank für dein Kommentar! Sorry, dass Vere und ich wohl ein wenig zu spät dran waren mit dem Artikel! 😉 Danke auch für deinen Tipp – ich denke, als Mama ist es dann wohl gerade mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einige Jahre später tatsächlich etwas ganz anderes, öffentlich unterwegs zu sein, als im Alleingang. Ich habe früher auch nie darauf geachtet, wo in der U-Bahn eigentlich die Aufzüge sind. So verändert sich das Auge! 😀 Vielen Dank auf jeden Fall für deinen Tipp mit dem Bus, wir werden ihn beherzigen, wenn es uns hoffentlich bald mal wieder in diese wunderschöne Stadt verschlägt. Ich hoffe, ihr habt eure Zeit so richtig genossen! Alles Liebe!!

  • Reply
    Verena
    30. Juni 2017 at 8:11

    Es gibt mittlerweile auch einige Trams im Zentrum. Die sind viel leichter zum Einsteigen mit Kinderwagen. Dass es so gut wie keine Aufzüge in der Metro gibt stimmt. Kein Wunder, dass fasst alle römischen Mamas mit dem Auto fahren. Ich habe schon größere Kinder und wäre – da ich Rom kenne – wohl nie auf die Idee gekommen mit Kinderwagen und ohne Auto ins Zentrum zu fahren. Das ins Abenteuer Metro stürzen bezieht sich wirklich auf Kinder ab dem Kindergartenalter. So ändert sich die Perspektive! Liebe Grüße, Verena
    P.S. Ich fahre diesen Sommer mit den Kindern ans Meer bei Rom und neue Tipps veröffentliche ich im September auf Mami rocks. (Ich werde extra acht geben und dazu schreiben, was mit Kinderwagen gut geht).

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