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Zero Waste Menstruation: Meine persönliche Erfahrung mit Menstruationstassen oder warum ich keine Tampons mehr verwende

mini and me testet menstruationstassen als nachhaltige alternative zu binden und tampons

Vier Zyklen hab ich abgewartet, um diese Zeilen zu tippen. Denn ich wollte sicher sein. Jetzt weiß ich: Eine Menstruationstasse ist für mich persönlich die beste Option während der Periode.

Die Handhabung war gewöhnungsbedürftig und erinnerte mich zunächst an die ersten zaghaften Versuche mit dem Tampon in meiner sehr frühen Jugend. Jetzt, wo die Tasse und ich uns besser kennen, möchte ich sie aber nicht mehr missen: Menstruationstassen sind günstig, sauber, umweltfreundlich, nicht gesundheitsschädlich, einfach in der Handhabung und lassen mich mitunter sogar vergessen, dass ich meine Tage habe. Was will frau mehr?


Was ist eine Menstruationstasse?

Menstruationstassen sind kleine Becher, die während der Periode in den Unterleib eingeführt werden und die Monatsblutung auffangen. Die meisten von ihnen sind aus medizinischem Silikon und können mehrere Jahre lang verwendet werden. Hat man das für sich passende Modell gefunden, hält es dicht und ist nicht spürbar.

Zunächst teile ich hier ein paar allgemeine, wissenswerte Informationen mit euch. Meine persönlichen Erfahrungen mit der Menstruationstasse lest ihr etwas weiter unten.

Menstruationstassen…

  • können bis zu 12 Stunden durchgehend getragen und so bequem daheim geleert werden.
  • ersetzen mit etwas Übung Binden, Tampons und Slipeinlagen.
  • sind gesundheitlich unbedenklich.
  • gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Farben. Je nach Stärke der Periode, Alter der Frau,…
  • sind umweltschonend, weil sie bei richtiger Handhabung viele Jahre lang verwendet werden können.
  • eignen sich super für den Urlaub, Sport, Schwimmen… you name it.
  • trocknen die Scheide nicht aus.
  • können auch nachts getragen werden.
  • haben keinen nervigen Faden dran, der im Freibad aus dem Slip rutscht.
  • werden nach der Periode einfach ausgekocht und sind wieder einsatzbereit.

Was ist denn an Tampons und Binden schlecht?

Tampons sind – trotz ihrer großen Beliebtheit – umstritten. Sie begünstigen das Wachstum von Bakterien in der Scheide. Blut, das eigentlich abfließen und aus dem Körper soll, bleibt drinnen und in unmittelbarem Kontakt mit der empfindlichen Schleimhaut.

1. Gesundheit

Wenn ihr Tampons benutzt, ist es wichtig, sie nach maximal 4 bis 6 Stunden zu wechseln. Je länger derselbe Tampon in der Scheide verweilt, desto größer ist das Risiko, am seltenen aber sehr gefährlichen TSS zu erkranken. Der Großteil aller bekannten Fälle des „toxischen Schock-Syndroms“, das mit erheblichem Organ- und Kreislaufversagen einhergeht und tödlich verlaufen kann, ist auf zu lang getragene Tampons zurückzuführen. Vor allem in der Nacht sollten deshalb keine Tampons getragen werden.

Händewaschen vor dem Einführen ist wichtig, um das Risiko einer bakteriellen Infektion weiter zu senken. Je weiter die Periode fortgeschritten ist, desto einfacher ist es für Bakterien, zum Inneren der Gebärmutter durchzudringen, da weniger Blut ausgeschieden wird. Und genau diese Tage sind es doch bekanntlich, in denen Tampons theoretisch länger benützt werden könnten. Mehr lest ihr zum Beispiel in einem Artikel der „Zeit“ aus dem Jahr 1980, als das Thema aufgrund einer neuen Produkteinführung in den USA leider brandaktuell war.

Herkömmliche Tampons und Binden an sich können mitunter sogar giftig sein, da manche die krebserregenden Stoffe Dioxin und Furan sowie Pestizide enthalten. Women’s Voices for the Earth, die Herausgeberinnen des Berichts, sagen’s richtig: „Toxic chemicals don’t belong in feminine care products. Period.“

Wenn Menstruationstassen nichts für euch sind, solltet ihr auf Bio-Tampons und Bio-Binden umsteigen. Es gibt sie sogar GOTS-zertifiziert.

2. Umwelt

Ein Punkt, der für Tampons und Binden gleichermaßen gilt, ist die Unmenge an Mist, die sie produzieren. Konventionelle Produkte sind nicht biologisch abbaubar. Das heißt, in unseren Meeren schwimmen Unmengen an benutzten Monatshygieneprodukten herum. Viele Produkte enthalten Plastik, Binden oftmals eingearbeitete Saugkerne. Seit der Erfindung dieser Dinger ist also noch kein einziges komplett zerfallen. Ja… genau.

Was das bedeutet, können wir erst beginnen zu verstehen, wenn wir wissen, wie viele davon Frauen weltweit so im Schnitt verbrauchen. Die Rechnung ist nicht schwer: Gehen wir von 5 Tampons oder Binden pro Tag aus, sieben Tage lang, zwölf Mal im Jahr. Die Frau in unserem Beispiel hat ihre Periode vom 13. bis zum 53. Geburtstag. 420 Tampons pro Jahr, 40 Jahre lang. Nach dieser Rechnung benötigt eine einzige Frau im Laufe ihres Lebens ganze 16.800 Stück. Derzeit leben etwa 3,69 Milliarden Frauen auf der Welt. Ja, ne, will ich nicht rechnen.

3. Kosten

So ’ne Packung Tampons ist ganz schön teuer. Eine Packung Always Ultra Night mit 18 Stück Binden kostet bei Bipa 3,75 Euro. Damit komm ich nicht mal über eine Periode. 48 Stück O.B. Flexia Normal kosten bei DM 5,55 Euro. Eine Menstruationstasse kostet knapp 30 Euro und kann, je nach Modell, bis zu 10 Jahre lang verwendet werden.

Notiz am Rande: Seit ich keine Tampons mehr verwende, leide ich kaum noch unter Krämpfen und Schmerzen während der Periode. Meine Beschwerden sind viel weniger geworden.

Meine persönliche Erfahrung mit Menstruationstassen

Zugegeben, bis vor ein paar Monaten wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt. Ich habe mich niemals mit meinen Monatspflegeprodukten beschäftigt. Ich wusste, dass ich Binden ekelhaft finde und machte somit von der einzig mir bekannten Alternative Gebrauch: Tampons. Die fand ich zwar auch nicht prickelnd, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich nach etwas anderem umzusehen. Einfach mal zu googlen, zum Beispiel. Seltsam eigentlich, dass das bei dem Thema so unterging. Und das, obwohl ich mir nach dem 5. Einführversuch oft eine Tube Gleitgel gewünscht hätte. (War das zu viel Info? Ich bin sicher, ihr habt das auch schonmal erlebt!)

Eine Untertasse gefällig?

Dann kontaktierte mich Katie vom noch recht jungen Online Shop Untertasse.at und fragte mich, ob ich nicht mal eine Menstruationstasse ausprobieren möchte. Das fand ich super spannend! Zufällig stolperte ich genau an demselben Tag über einen Artikel, der auf die gesundheitlichen Gefahren von Tampons hinwies. Angeblich wurde in einer Studie mit jungen, gesunden Frauen nachgewiesen, dass ihre PAP-Werte sich nach dem Gebrauch eines Tampons von 1 auf 2 verschlechterten. Ich war erstaunt und erbost. Nämlich darüber, dass ich keine Ahnung gehabt hatte, was für krankmachende Scheiße ich mir da jedes Monat gutgläubig hineinschob.

Zu wichtig, ums nicht zu probieren

Ich ließ Katie wissen, dass ich sehr, sehr gerne ein bisschen Herumprobieren würde mit den Tassen. Sollte mein Selbstversuch erfolgreich sein, würde ich meinen Leserinnen davon erzählen. In diesem Fall wusste ich aber, dass ich es zumindest kurz erwähnt haben wollte, auch wenn die Menstruationstassen nichts für mich persönlich wären. Es ist einfach so ein wichtiges Thema, dass ich gar nicht anders kann, als euch davon zu erzählen. Aber na klar freu ich mich, dass ich die Tassen so toll finde. Meine persönlichen Gründe schildere ich ich noch weiter unten.

Wie hoch ist dein Muttermund?

Zunächst stellte Katie mir ein paar Fragen, um die für mich optimale Tasse zu finden. Sie wollte zum Beispiel wissen, wie alt ich bin, wie ich entbunden habe und wie stark meine Periode ist. Außerdem bat sie mich, während meiner Periode täglich die Höhe meines Muttermundes zu messen. Das war eines der Dinge, die ich hier gleich zu Beginn gelernt habe: Die Höhe des Muttermundes verändert sich während der Periode! Wieso wusste ich das nicht!? Wusstet ihr das?

Ein bunter Strauß an Menstruationstassen

Ich übermittelte alle Infos und freute mich tatsächlich auf meine nächste Periode. Was Neugier alles schafft…

Als ich das Päckchen von Katie in meinen Händen hielt, sah ich mir die Auswahl an Tassen an, die sie für mich getroffen hatte. Eine RubyCup, eine FemmyCycle und eine Lybera. Außerdem schickte sie mir einiges an Zubehör, zum Beispiel einen Sterilisationsbecher für die RubyCup, der praktisch auf Reisen ist, wenn man die Tasse nach der Periode gerade nicht im Topf auskochen kann.

Gut Ding braucht Weile…

Dann ging es ans Ausprobieren und ich muss sagen, dass ich die Tasse zunächst als extrem gewöhnungsbedürftig empfand. Ich hatte keinen Plan, wie ich sie einführen sollte. Ich wusste zwar theoretisch, wie es geht, aber praktisch klappte es nicht. Es wäre sicher hilfreich gewesen, meine Nägel von Anfang an ganz kurz zu schneiden, für diese „Übungsphase“. So verunsichert verwendete ich die Tasse meiner Wahl – die RubyCup, die war mir sympathisch – während der ersten Periode nur zwei Mal. Ein Monat später startete ich wieder einen Versuch, denn ich wollte, dass das klappt. Es musste klappen!

Nun, vier Perioden später, gibt es manchmal noch immer Situationen, wo ich die Tasse offenbar nicht ganz korrekt einführe, weil sie sich innen nicht „öffnet“. Sie muss sich aber öffnen, also „aufploppen“, damit auch alles schön dicht ist. Abgesehen davon bin ich mittlerweile recht versiert, fühle mich mit meiner Tasse wohl und möchte sie nicht mehr missen.

Dran bleiben lohnt sich!

Geholfen haben mir die unglaublich tollen YouTube-Videos eines jungen Mädchens, das mit 16 Jahren so offen über ihre Periode spricht, als wäre es „das Natürlichste auf der Welt“. Bei ihr hab ich erfahren, dass ich den Stiel auch kürzen oder ganz abschneiden kann. Das hab ich gemacht und seither passt meine Tasse für mich viel besser! Ich überlege, vielleicht noch eine härtere Tasse zu probieren. Die Lybera fand ich tendenziell etwas weich, die FemmyCycle habe ich noch nicht ausprobiert, weil ich mich erstmal mit einer Form richtig wohl fühlen wollte, bevor ich mich an etwas Neues wage. Steht als nächstes auf der Liste!

Vielleicht hat es nur bei mir etwas gedauert, bis ich mich sicher fühlte. Vielleicht gibt es ja auch hier Autodidaktinnen, die sich gleich super zurecht finden. Bei mir was es nicht so, aber nun bin ich sehr, sehr froh, dass ich mir diese Zeit gegeben habe. Ehrlich, probiert es aus, diese Tasse ist das Coolste!

Wenn ich meine Tage nicht mehr so stark habe, kann die Tasse bis zu 12 Stunden drinnen bleiben. Das heißt meine Damen, dass wir beinah vergessen können, dass wir unsere Periode haben. Wie genial ist das denn? Und es stimmt, ich bin teilweise wirklich abends schon beim Arbeiten gesessen und mir ist eingefallen, dass ich ja noch was „da drinnen“ hab. Haha!

Für ein unverfälschtes Körpergefühl

Die Menstruationstasse hat mein Körpergefühl verändert. Sie hat mir viel über mich und meine Monatsblutung beigebracht. Ich sehe nun das Blut und ich sehe, dass es einfach nur reines, klares Blut ist, das da aus meinem Körper kommt. Es ist nicht schmutzig, nicht ekelhaft und vor allem nicht so viel, wie man bei Tampons und Binden vermuten könnte. Ich fände es wunderbar, Menstruationstassen auch sehr jungen Frauen zugänglich zu machen. Sie ihnen zum Beispiel an Schulen zu empfehlen. So sehen sie, was da passiert und dass es weder stinkt, noch schmierig oder sonstwie etwas ist, wofür sie sich schämen müssen.

Ich bin Katie super dankbar, dass ich durch sie auf die Menstruationstassen aufmerksam geworden bin. Ihre Beratung war so lieb, diskret und professionell. Vor allem, wenn ihr selbst noch keine Erfahrung mit Untertassen habt, ist es sicher gut, wenn jemand für euch eine Vorauswahl trifft und euch bei Fragen zur Seite steht. Eine Beratung von Katie kann ich euch wirklich ans Herz legen!


Die Tasse hat mein Verhältnis zu meiner Periode verändert. Das klingt so doof, aber ich denke, wenn ihr sie selbst ausprobiert und dran bleibt, werdet ihr wissen, was ich meine. Vielleicht verwenden sie ja einige Leserinnen schon und können das nachempfinden?

Als nächstes möchte ich Stoffbinden ausprobieren. Einfach so, weil’s mich interessiert. Habt ihr hier Erfahrungen?

Ich freu mich auf euer Feedback und eure Fragen! Wenn es Fragen zu den Tassen und Produkten an sich sind, die ich nicht zuverlässig beantworten kann, leite ich sie gern an Katie weiter.

 


Quellen und weiterführende Links:

Die Produkte wurden mir von Untertasse.at zur Verfügung gestellt. DANKE! 🙂

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22 Kommentare

  • Reply
    Katrin
    21. Dezember 2016 at 7:55

    Sehr interessanter Artikel! Ich bin um Menstruationstassen schon herumgeschlichen, hab aber erstmal auf Stoffbinden umgestellt, da ich nie ein großer OB -Fan war und mir Binden immer schon lieber waren. Aber das ganze Plastik ist mir ein Dorn im Auge.
    Die Stoffbinden sind so angenehm, weich, natürlich, dass ich sie definitiv nicht als unangenehm od störend empfinde. Total leichte Handhabung und auch zum reinigen nicht „grauslich“. Myllymuksut, Ellas House und EcoFemme sind meine Lieblingsmarken.
    Aber vielleicht trau ich mich ja auch mal an eine Menstasse heran.

    • Reply
      Jeannine
      21. Dezember 2016 at 10:56

      Liebe Katrin, vielen Dank für deine Empfehlungen, da muss ich dann gleich googlen und selber nachschauen! 🙂 Ja, ich finde auch, dass die Alternativen zu handelsüblichen Tampons und Binden eigentlich erst deutlich machen, was da passiert und dass es eben nicht „grausig“ ist. Ich geh Stoffbinden googlen, danke dir!

  • Reply
    Katinka aus LE
    21. Dezember 2016 at 8:49

    Hallöchen, ich bin seit mehr als 2 Jahren Menstruationstassen-Fan und quasi Autodidakt, denn es hat auf Anhieb geklappt. Ich kann Deine Gefühle bezüglich der Tasse 100% nachvollziehen, ich habe dieselben. Ich nutze auch Stoffies (Stoff-Backups), das ist ein viel besseres Tragegefühl als das handelsübliche Zeug. Ich bin so froh aber auch wütend, so spät darauf gekommen zu sein.

    • Reply
      Jeannine
      21. Dezember 2016 at 10:55

      Hah siehst du, OK, noch eine Stimme für die „Stoffies“ – muss mir das wohl echt ansehen! 🙂 Stimmt, bin da ganz bei dir, ich hätte mich auch sehr gefreut, schon viel eher drüber zu stolpern!

  • Reply
    Alicja
    21. Dezember 2016 at 9:03

    Ich bin auch bekennende Tassenträgerin. Ich liebe meine RubyCup, nie war die Menstruation so unkompliziert.

    Stoffbinden werde ich nicht ausprobieren. Einfach weil ich das Gefühl nicht leiden kann, es frei fließt. Die Tasse ist für mich die einzig wahre Lösung 🙂

    • Reply
      Jeannine
      21. Dezember 2016 at 10:50

      Haha, Tassenschwester, quasi! 😉 Das mit den Stoffbinden kann ich sehr gut nachvollziehen! Ich bin trotzdem neugierig geworden, eben gerade als „Backup“-Lösung für eine Tasse. Mag das Gefühl des „Freifliessens“ auch nicht. Mal sehen! 😉

  • Reply
    Magdalena
    21. Dezember 2016 at 9:15

    Interessanter Artikel zu einem wichtigen Thema. Was ich etwas schade finde ist, dass du zwar gerne Fäkalausdrücke u.ä. verwendest (was ok ist), es dir doch offensichtlich schwer fällt die weiblichen Geschlechtsteile beim Namen zu nennen. Dieser leicht kichernde Ton hat mich beim lesen gestört. Wir Frauen müssen uns für nichts schämen, schon gar nicht für unsere Vagina.

    • Reply
      Jeannine
      21. Dezember 2016 at 10:47

      Hi Magdalena! Ach echt? Das überrascht mich total! Ich hatte viel Spaß beim Tippen, vielleicht liegt es daran. 🙂 Kichern und Lachen ist OK, auch wenn man über Vaginas schreibt. Für mich zumindest.

      Ich dachte eher, über solche Themen tippt man nur so offen, wenn man grundsätzlich kein Problem mit weiblicher Intimität und Intimpflege hat. Ich nenne die Dinge gern beim Namen und dachte eigentlich, dass sich das als roter Faden ganz gut durch den Blog zieht. Schade, wenn du einen anderen Eindruck beim Lesen hattest. Aber danke dir auf jeden Fall für deine Zeit, ich weiß das sehr zu schätzen!

  • Reply
    Sophie (Kinder haben ...und glücklich leben!)
    21. Dezember 2016 at 9:25

    Super Zusammenfassung, kann alles unterschreiben! Ich benutze seit mittlerweile 7 Jahren einen Menstruationsbecher. Ich bin über Empfehlung einer Bekannten darauf gekommen. Vorher hatte ich wegen der austrocknenden Tampons wiederkehrende Infektionen. Seit dem Becher: Nix mehr!

    Ich habe noch einen Tipp für alle Anfängerinnen: Der Becher muss sich gut festsaugen, also quasi ein Vakuum bilden um richtig dicht zu halten. Deswegen nutzt es, wenn man die Muskulatur beim Einsetzen nach unten drückt. Sobald man den Becher loslässt, lässt man auch die Muskulatur wieder locker. So saugt die Muskulatur den Becker quasi an, in dem Moment da er aufploppt.

    Über meine Erfahrungen mit dem Menstruationsbecher habe ich übrigens mal hier gebloggt: http://kinderhaben.de/neues-aus-der-tabuzone-von-hormonfreier-verhuetung-und-menstruationsbechern/

    • Reply
      Jeannine
      21. Dezember 2016 at 10:54

      Was du ansprichst ist sehr wichtig, danke Sophie! 🙂 Ich find das Thema so interessant, vielleicht kann ich ja noch ein Expertinneninterview dazu veröffentlichen. Dort wär dann die richtige Handhabung sicher auch spannend für Leserinnen. Danke für den Anstoß! Danke auch für den für den interessanten Link! Hab ihn grad nur Überflogen und muss ihn abends noch genau lesen. Aber was du zu ÄrztInnen meinst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich finde es total schade, NIEMALS von einem Frauenarzt bzw. eben einer Ärztin auf die Tassen hingewiesen worden zu sein. Es sind so wunderbare Produkte, die müssen rein in die Schulen, ganz jungen Frauen als echte Alternative nähergebracht werden! Alles Liebe dir!

  • Reply
    JesS von feierSun.de
    21. Dezember 2016 at 12:28

    Spannend, ich hab echt eine hier liegen und denke schon drüber nach. Bei der ersten Regel war leider die Blogst. Aber nun denke ich gehe ich runter, koche sie aus und probiere den ersten Versuch. Hast mich also angeschupst. Und versuche geduldig zu blieben.

    Liebsten Gruß
    JesS

  • Reply
    Heike
    21. Dezember 2016 at 13:07

    Hey, ich habe meine Menstruationstasse das erste mal im Urlaub getestet. Und entgegen allem anfänglichem Misstrauen, habe ich trotzdem den Mut und das Vertrauen in die Tasse aufgebracht, um mich mit ihr an den Strand zu legen, zu schwimmen und zu chillen. Ich wurde nicht enttäuscht und ich frage mich, wieso ich nicht schon früher dazu gekommen bin. Danke für deinen Artikel. Jede Frau sollte eine Tasse haben, gerade jetzt, wo ich bei dir erfahren habe, dass noch hunderte Tampons von mir irgendwo rumschwimmen…

  • Reply
    Katharina
    21. Dezember 2016 at 18:11

    Hi! Toller Artikel, die MTasse gehört bekannt genacht! Ich verwende sie seit ca 1,5 Jahren, eine vom DM – die Einzige, die ich je versucht habe. Habe sofort gemerkt, dass das toll ist (alleine schon wg. duftneutral! Keine ‚komischen‘ Gerüche mehr!), hatte aber anfangs auch meine technischen Schwierigkeiten.
    Alles Liebe! Katharina (Sprechling von vor langer Zeit) 🙂

  • Reply
    Eva
    21. Dezember 2016 at 19:23

    Ich verwende auch schon seit langem bio-stoffbinden. hab eine tasse zuhause, aber das einführen klappt nicht. hatte mit ob mini schon immer probleme. außerdem hab/hatte ich endometriose und es ist mir wichtig dass das blut sofort abfließen kann…
    ich hab die periode nicht so stark. 1 stoffbinde pro tag reicht. nur an den ersten 3 tagen wechsle ich vor dem schlafengehen.
    ich kann die von imsevimse empfehlen! ich hab noch andere wo man zusätzlich eine stoffeinlage reingeben muss, von popolino, die sind nicht gut, verrutschen oft.

    auch davor hab ich schon lange nur bio tampons oder bio binden verwendet. mich wundert der anstieg von gebärmutterhalskrebs überhaupt nicht wenn man bedenkt wie normal es für frauen scheint sich jeden monat pestizidverseuchte tampons auf die empfindlichste stelle im körper zu schieben.

    lg

  • Reply
    Sabine
    21. Dezember 2016 at 19:54

    Hi,

    ich hab von menstruationstassen schon vor Jahren gehört bzw gelesen als ich noch natürlich verhütet hab. Da war es für mich auch Gang und gäbe meinen muttermund zu tasten. Insofern hätte katies frage danach mich nicht umgehaut gggg.

    Leider stecken die Tassen gemeinsam mit nfp in der alternativen ecke mit wenig Lobby, somit ist es an uns Müttern, unseren Töchtern alternativen zum Mainstream zu bieten.

  • Reply
    Svenja
    22. Dezember 2016 at 0:42

    Hi. Wenn man binden eklig findet, wird man stoffbinden auch nicht toll finden. ( geht mir so ) als Alternative zu Tampons kann ich wärmstens Naturschwämmchen auch levantinerschwamm genannt empfehlen. Hab es leider auch erst spät kennengelernt aber ist eine tolle Alternative. LG Svenja

  • Reply
    Alice
    22. Dezember 2016 at 14:51

    Toller Artikel, hat wirklich Spaß gemacht zu lesen und ich kann Vieles genau so unterschreiben!
    Ich hätte noch einen Tipp für alle die sich überlegen ein Tässchen anzuschaffen oder bereits eins haben, die Facebook-Gruppe „Menstruationstasse“. Auch Katie ist in dieser Gruppe 😉 Hier kann man sich auch beraten lassen und bei Problemen zum Tässchen Tipps finden und sich austauschen 🙂
    Und an alle die immer noch zweifeln: in der Gruppe sind über 50.000 Frauen von denen die meisten Tässchen nutzen. Die Zahl spricht also für sich 😉

  • Reply
    Ulli
    22. Dezember 2016 at 22:07

    Ich hab auch so eine Tasse (Luna Cup glaub ich), seit Jahren – wobei ich ja schon lang keine Regel hab durch Schwangerschaft und jetzt Stillen, aber dazwischen hatte ich sie und schon vor meiner ersten Schwangerschaft. Unglaublich toll das Teil, würd ich nie mehr anders machen!! 🙂

  • Reply
    Sabine
    23. Dezember 2016 at 21:00

    Liebe Jeannine, dein Beitrag kam (wie schon so oft) genau zum richtigen Zeitpunkt 🙂
    Ich habe mir vor einigen Monaten eine Me Luna besorgt weil ich eine Alternative zu Tampons gesucht habe. Irgendwie hab ich aber dann nie daran gedacht und jetzt schreibst du darüber…daraufhin hab ich mich endlich aufgerafft und mein Tässchen probiert haha und siehe da es funktioniert -auf Anhieb 🙂

  • Reply
    Karin
    8. Januar 2017 at 20:28

    Spannend, seit ein, zwei Jahren lese und höre ich auch mehr über die Tassen und einige meiner Freundinnen verwenden sie sehr gerne.
    Ich dachte mir vor einiger Zeit einfach mal, ich möchte mir auch nichts mehr einführen und wie haben es die Frauen eigentlich vor 1000 Jahren gemacht? Und wie machen es die Frauen in den Urvölkern?
    Ich habe begonnen frei zu Menstruieren, dh. ohne Tampons, Binden oder Tassen.
    Es ist erstaunlich… was ja viele Frauen auch gar nicht wissen, man blutet nicht den ganzen Tag, es sind mehr Intervalle. Das Blut rinnt nicht gleich aus der Gebärmutter ab, wenn man eine zeitlang keine Tampons verwendet, bekommt man auch wieder ein gutes Gefühl dafür und man kann den Abfluss oder die Entleerung kontrollieren.
    Ich muss einfach öfter die Toilette aufsuchen und wenn ich viel unterwegs bin trage ich noch zur Sicherheit eine Binde aber es wird immer besser und ich bin richtig froh darüber 🙂 ich bin fast ein wenig stolz darauf und fühle mich auch mehr Verbunden mit meiner weiblichen Kraft.

  • Reply
    Maria Widerstand
    23. März 2017 at 19:01

    Hallo!

    Ich habe auch einige Alternativen ausprobiert und bin leider mit der Tasse nicht zurecht gekommen. Statt dessen bin ich bei der freien Menstruation mit einer dünnen Stoffbinde als Backup gelandet. Das finde ich perfekt, total natürlich!

    Falls es Dich interessiert https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/05/21/mull-reduzieren-wahrend-den-tagen-teil-5/

    Super, dass Du das Thema aufgreifst es sollten noch mehr Frauen darüber schreiben, damit es so viele wie möglich erfahren, dass es ganz tolle Alternativen für Tampons gibt!

    lg
    Maria

  • Reply
    Silvia
    23. Oktober 2017 at 20:32

    Vielen ❤ Dank-auch für diesen Beitrag!!!
    Musste das erste Mal doch sehr schmunzeln, fast lachen als ich das erste Täschen beim Drogeriemarkt Dm neben den Tampons sah ( dachte: ach-was es doch alles so gibt & keiner braucht)…und nun frage ich mich WIESO eigentlich???
    Sehr schöner informativer umfangreicher Bericht und nun fängt das abmessen an :-))
    Lieben Gruss und die besten Wünsche aus Hannover

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