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Mamarunde: 20 Fragen, ich ganz persönlich

jeannine mik von mini and me für die mamarunde mit den bloggerinnen mothers finest die kleine botin starlights in the kitchen und mamawahnsinnhochdrei

Es ist wieder Zeit für eine neue Mamarunde: 5 Frauen, Mamas und Bloggerinnen geben von Montag bis Freitag ganz persönliche Einblicke. Isabelle, Daniela, Sabrina und Verena haben die 20 Fragen, die wir uns gemeinsam überlegt haben, bereits beantwortet. Heute bin ich dran.

Was kommt mit auf die berühmte Insel? Welche Musik hab ich mit 13 gehört und was waren die größten Modesünden? Was wünsche ich mir für meine Tochter? Witzige und tiefgründige Fragen wechseln sich ab und die Beantwortung war gar nicht so einfach. Ich find es immer toll, etwas mehr über die Menschen zu erfahren, die ich lese. Deshalb hat mir die Idee auch sehr gut gefallen. Ich hoffe, euch auch!


Mamarunde: Ich ganz persönlich – 20 Fragen

Das letzte Mal traf sich die Mamarunde vor Weihnachten mit persönlichen Einblicken in unser Fest. Es ist interessant zu sehen, in welchen Dingen wir 5 Mamas uns unterscheiden und wo teilweise sogar wirklich erstaunliche Ähnlichkeiten vorliegen. Und das ganz abgesehen von unserem Alter, dem Alter unserer Kinder und auch der Art, wie wir das Mamasein leben.

1 Was macht dich glücklich?

Meine Familie. Dass ich Zeit mit meinen liebsten verbringen darf, Weiß ich jeden Tag zu schätzen. Ich weiß um den Wert dieser Momente, und versuche jeden davon auszukosten. Natürlich gelingt mir das nicht immer, aber ich denke, dass schon Das Bewusstsein vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung sein kann.

2 Was kann dich ärgern?

Ungerechtigkeit ärgert mich. Ignoranz. Es ärgert mich, wenn Menschen total überzeugt von sich selbst, und dabei sehr unreflektiert sind. Und Respektlosigkeit. Wir dürfen niemals vergessen, dass jeder Mensch, den wir jemals treffen werden, etwas weiß, dass wir nicht wissen.

3 Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein Buch über Philosophie (wie zum Beispiel „Plato and a Platypus walk into a Bar…“, Gesellschaftskritik (etwa „Wider dem Gehorsam“) oder das Leben als Mama, einen neonfarbigen Marker und einen Bleistift.

4 Dein Lieblingsbuch?

Es ist schon eine Weile her, dass ich Romane gelesen habe. Die letzten paar Jahre vor der Geburt meiner Tochter, studierte ich ja begeistert Philosophie. Entsprechend habe ich auch einige Sachbücher verschlungen, die Werke verschiedener Philosophen gelesen und beides sehr genossen. Ich erinnere mich sehr sehr gerne an die Stunden, die ich mit meinem Freund damals in Amerika in diesen riesengroßen Buchhandlungen verbracht und die verschiedensten Bücher zum Thema durchgeblättert habe. Ein Überbleibsel meiner Studienzeit ist die Tatsache, dass ich ohne Marker in meiner Hand eigentlich kein Buch mehr lesen kann. Da die Zeit als Mama nun knapp ist, lese ich – sofern ich überhaupt dazu komme, neben Kind und Job –  auch eher Sachbücher, und eigentlich keine Romane.

Wenn ich mich aber zurück erinnere, dann fällt mir auf jeden Fall das Buch „Die Frau des Zeitreisenden“ ein. Dieses Buch war so ein Vergnügen, ich habe mitgelitten, mitgelacht mit den Charakteren. Bei keinem anderen Buch war ich jemals so traurig, die letzte Seite erreicht zu haben. Es war eine tolle Erfahrung, dieses Buch zu lesen. Solltet ihr noch nicht das Vergnügen gehabt haben, so lege ich euch die Lektüre dieses Werks ans Herz.

5 Dein Lieblingsoutfit?

Das eine gibt es nicht. Aber vermutlich irgendetwas mit flachen Boots und Strickjacke oder kuscheligem Cardigan. Ich mag figurumspielende Teile, bei denen ich nicht das Gefühl habe, dass sie mich einengen. Kommt aber ganz die Stimmung an. Ich finde zum Beispiel High-Waisted-Jeans oder generell Hosen mit eher hohem Bund sehr vorteilhaft für mich. Die verlängern gefühlt die Beine.

6 Deine drei größten Modesünden?

Rückblickend gesehen: definitiv Buffalos in meiner frühen Jugend. Aber damals war das halt cool, also war’s wohl in Ordnung. Im Nachhinein finde ich auch diese Plastikketten, die man so auseinanderziehen konnte und eng um den Hals trug, furchtbar. Die scheinen jetzt gerade wieder modern zu sein, gell? Keine Ahnung, wie genau die heißen. Ich kenne mich bei sowas nicht so gut aus.

7 Team „Rucksack“ oder Team „In-Bag“?

Eigentlich keines von beiden wirklich. Taschen sind für mich schon die längste Zeit etwas, das man halt benutzt. Jetzt mit Kind mag ich Rucksäcke sehr gerne. Das kann dann auch schon mal ein roter Rucksack mit weißen Sternen sein, der sicher alles andere als irgendwie stylish ist. Hauptsache ich hab die Hände frei.

Ansonsten mag ich meine schlichte, schwarze Ledertasche. Die trage ich, bis sie kaputt ist. Dann kommt die nächste. Gerne irgendetwas in Beutelform in schwarz, braun oder beige, aus einem weichen Material. Dabei ist es mir grundsätzlich nicht wichtig, ob die Tasche teuer oder günstig, oder von irgendeinem Label ist. Sie muss einfach passen.

Und weil ich versuche, mein Leben und das meiner Familie umsichtiger und nachhaltiger zu gestalten, würde ich bei meiner nächsten größeren Kaufentscheidung – die so eine Tasche ja oftmals darstellt – eine faire und ökologische Variante wählen, bei der die Qualität passt.

8 Hast du Geschwister?

Ja, vier Halbbrüder.

9 Der beste Ratschlag in Bezug auf das Leben mit Kindern, den du jemals bekommen hast?

„Die Zeit geht so schnell vorbei, und sie kommt nicht wieder. Das ist die schönste Zeit. Versuche, jede Sekunde genießen, auch wenn es manchmal anstrengend ist und du müde bist.“ So in etwa lauten Ratschläge, die man zum Glück von einigen Seiten hört. Für mich stimmt diese Aussage voll und ganz und es ist das eine große „Ziel“, auf das ich mich immer wieder besinnen möchte.

Außerdem hat meine Mama mir letztens ganz gut den Kopf gewaschen, als mir der Stress mit der Arbeit zu viel wurde und ich ein paar Tage hintereinander sehr müde war. Sie meinte, dass es mit meinem Kind immer dann besonders anstrengend für mich ist und meine Geduld immer dann relativ schnell erschöpft ist, wenn ich zu wenig Schlaf bekommen habe. Da hat sie recht, das hör ich auch von Minis Papa manchmal. Nun arbeite ich aber eben hauptsächlich dann, wenn mein Kind schläft. Dass ich da über kurz oder lang zu wenig Schlaf bekomme – ganz abgesehen von den Schlafgewohnheiten eines Kleinkindes – liegt auf der Hand. Es war also ein Reminder für mich, meine Prioritäten neu zu sortieren.

Sie sagte einfach nur: „Vergiss nicht, dein Kind ist das Wichtigste.“ Das hat mir geholfen, mich zu besinnen und meinem Kind liebevoll zu begegnen, auch wenn ich in der Früh kaum meine Augen offen halten kann.

10 In Erziehungsfragen vertraue ich… ?

Mittlerweile zum Glück hauptsächlich mir selbst. Ich finde aber, dass der Austausch mit anderen Müttern -egal ob man mit ihnen verwandt ist oder nicht – äußerst inspirierend sein kann.

Außerdem lese ich ja nicht zuletzt durch meine Arbeit sehr viel, und freue mich auch hier, mitnehmen zu können, was sich für uns gut anfühlt. Dabei versuche ich aber, immer kritisch zu bleiben und genau abzuwägen, was für uns wirklich anwendbar ist und was nicht passt.

11 Was war der größte Fehlkauf, den du für Baby/Kind getätigt hast?

Mir fällt nichts ein, das wir gar nicht verwendet haben. Die wunderschöne Babywiege wurde nur sehr kurz verwendet, aber ich war doch froh, sie zu haben.

Einige Spielsachen hätten wir uns sparen können, das kennen sicher viele Eltern.

12 Wohin würdest du mit deiner Familie gerne reisen?

Ich würde gerne mal eine lange Auszeit machen. Ein paar Monate lang reisen. Dabei würde es mir gar nicht so sehr um das Ziel gehen, sondern einfach nur um die Zeit, die man woanders ist. Die Zeit, die wir als kleine Familie haben, in denen wir gemeinsam so viele neue Erfahrungen in so kurzer Zeit machen. Vielleicht wäre es sogar ganz spannend überhaupt kein fixes Ziel zu haben.

Amerika fand ich immer wunderschön, und zehre heute noch von den Erinnerungen an diese traumhafte Zeit mit meinem Mann. Im fernen Osten war ist noch nie, da gibt es einige Destinationen, die mich sehr interessieren. Die gibt es überall auf der Welt.

Ich bin immer gerne gereist, seien es nun Städte- und Roadtrips oder längere Aufenthalte in Südamerika in meiner Jugend. Ich finde, man kommt immer reicher zurück, auch wenn man Geld ausgegeben hat.

13 Was wünschst du dir für deine Kinder?

Ein freies, selbstbestimmtes Leben, das meine Tochter gestalten kann, wie sie es sich vorstellt. Gesundheit. Mehr schöne Momente als schwere. Ganz persönliche Gedanken dazu hab ich auch im Herbst 2016 bei Isabelles Reihe Mama Emotions beschrieben.

Ich wünsche mir für unsere Kinder, dass wir endlich aufwachen und unsere Verantwortung unseren Mitmenschen und den Generationen die nach uns kommen gegenüber, wahrnehmen. Wir richten unsere Welt zu Grunde. Und mit wir, da meine ich auch mich. Es ist wirklich Zeit, auszubrechen aus unserer verblendenden Wohlstandsblase. Es gilt, unsere Kaufentscheidungen und unsere Gewohnheiten zu überdenken und zu verändern.

Ich fange gerade bei mir an, und allein die Beschäftigung mit diesem Thema, fühlt sich richtig an. Ich hoffe, ganz bald große Veränderungen in unserem Alltag umsetzen zu können. Im Hinblick auf die Zukunft unseres Planeten und auf die unserer Kinder und Enkelkinder und so weiter, ist es das einzig Richtige, das wir gerade tun können. Und es ist allerhöchste Zeit.

14 Was können wir von Kindern lernen?

Diese unbändige Neugierde. Eifer. Durchhaltevermögen. Tiefe, ehrliche Begeisterung. Und die Fähigkeit, zu verzeihen.

15 Welches Spielzeug aus deiner Kindheit wäre perfekt für deine Kids?

Vermutlich schon bald ein Tamagotchi und wenn man ihre Affinität zu Bildschirmen bedenkt, dann auch ein Game Boy Color mit der blauen Pokemon-Edition. So wie ihr Papa und ich drauf sind, wird sie sicher bald etwas ähnliches haben. Ich hab auch mit vier Jahren begonnen, Videospiele zu spielen und ich würde nichts daran ändern. Sie haben mein Leben sehr bereichert.

16 Dein Lieblingsfach in der Schule?

Ich war immer gut in Sprachen, wobei man das wahrscheinlich nicht als Lieblingsfach bezeichnen könnte. Viele Fächer waren okay, manche mochte ich, andere gar nicht. So richtig gefreut auf eine Unterrichtsstunde in einem gewissen Fach habe ich mich nie. Ich war eine durchschnittlich gute Schülerin. Ich ging nicht sonderlich gern zur Schule, aber ich hatte auch überhaupt nichts dagegen.

Im Nachhinein denke ich mir, dass ich vieles von dieser Zeit auch in Dinge hätte investieren können, die mich richtig interessieren. Nach fünf Jahren Handelsakademie kann ich zum Beispiel keinen einzigen Buchungssatz mehr auswendig bilden. Hier sieht man wieder einmal, wie wenig nachhaltig die Bildung ist, die man in der Schule bekommt, wenn man sich für etwas nicht wirklich begeistert. Deshalb halte ich die Augen offen nach alternativen Bildungsmöglichkeiten für unsere Tochter.

17 Was hast du als Kind gesammelt?

Mangas. Meine Sammlung habe ich bis heute. Ich freu mich schon darauf, wenn meine Tochter sie liest. Aber wer weiß, ob sie das überhaupt interessieren wird. Wenn sie möchte, bin ich natürlich Feuer und Flamme und mit Begeisterung dabei.

18 Dein Lieblingslied mit 13? Hier und jetzt: Dein Lieblingslied?

Ich weiß noch, dass ich als Kind ein sehr großer Backstreet Boys Fan war. Ich glaube aber, mit 13 Jahren war’s dann schon irgendetwas mit Hiphop oder R’n’B. Jennifer Lopez, Brandy, Sisqo, Snoop Dogg, R. Kelly, Nelly, Aaliyah, Missy Elliott, LilKim. All sowas. Mag ich bis heute und kann die Texte der meisten Songs nach wie vor auswendig. Heute mag ich deutsche Lieder sehr gern und Ed Sheeran geht immer.

19 Was würdest du deinem jüngeren Selbst empfehlen?

Trau dich. Lass dir weniger gefallen. Und gib nicht zu viel auf die Meinung anderer.

20 Wenn du einen Tag in deinem Leben wiederholen könntest, welcher wäre es?

Ich durfte bereits viele schöne Tage erleben, für die ich sehr dankbar bin. Von Momenten, die mich tief berührt oder begeistert haben, zehre ich lange. Ich denke mir oft, dass das jetzt vermutlich die schönste Zeit ist: Tage, in denen man die Liebsten um sich hat, in denen fast alle noch da sind. Und ich glaube, dass es diese Tage sind, an die ich mich später zurücksehnen werde.


Auch Isabelle von Mothers Finest, Daniela von Die kleine Botin, Sabrina von Starlights in the Kitchen und Verena von MamaWahnsinnHochDrei haben die Fragen beantwortet. Beim Klick auf die Links kommt ihr direkt zu den entsprechenden Artikeln.

Habt ihr noch Fragen? Stellt sie gern in den Kommentaren oder auch auf Social Media. Kommende Woche geht’s wieder einen neuen Montessori Montag, ich freu mich schon!

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Foto © Daniel Nuderscher Photography 

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2 Kommentare

  • Reply
    Daniela
    6. März 2017 at 7:09

    Liebe Jeannine, wieder die Daniela vom letzten Artikel 😉 ich mag deine Art zu schreiben sehr gerne und schaue gerne vorbei 😉 zum Thema Nachhaltigkeit: Hast dich schon mit Frauengesundheit und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt? Wahrscheinlich eh, aber es gibt da soo viel zu entdecken mit den Menstruationstassen,…Eine tolle Sexualpädagogin hat jetzt eine Baumwoll-Slipeinlage erfunden (www.wollke.at), somit kann man in diesem Bereich vollkommen autark sein. Ich habe schon ein paar Mal darüber geschrieben, allerdings in Printmedien. Es geht nicht „nur“ um Nachhaltigkeit, sondern auch darum, seine eigene Weiblichkeit zu entdecken, mehr wahrzunehmen,…interessiert dich sicher! 😉 lg

    • Reply
      Jeannine
      6. März 2017 at 20:55

      Hi liebe Daniela, wie schön, wieder von dir zu lesen! Danke fürs Kommentar und deinen sooo tollen Input! 🙂 Ich verwende seit einigen Monaten begeistert eine Menstruationstasse und möchte sie nicht mehr missen! Weiß jetzt gerade gar nicht, kennst du den Artikel schon? http://www.mini-and-me.com/menstruationstassen-einfach-sauber-und-nachhaltig-bluten-oder-warum-ich-keine-tampons-mehr-verwende/ Und nutze nun ergänzend auch Binden und Slipeinlagen aus Stoff. Meine Monatshygiene ist somit komplett nachhaltig, der Umstieg war easy und eine wunderbare Entscheidung! Über die Stoffbinden schreibe ich demnächst, ist einer der nächsten Artikel, die online gehen! 😀 Und ich seh es genau wie du: Man bekommt ein ganz anderes Gefühl für sich und die Dinge, die da wirklich vor sich gehen. Wunderbar! Alles alles Liebe!

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