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Haarpflege in der Schwangerschaft: Do’s, Dont’s und 10 wirksame Hausmittel

Dank meiner kurzen Haare habe ich einen ziemlich hohen Verbrauch an Haarspray und Haarwachs. Das war auch vor meiner Schwangerschaft so. Als ich am Tag nach dem positiven Schwangerschaftstest vor meinem Spiegel im Badezimmer stand und gerade – wie gewohnt – meine tägliche Dosis Spray auftragen wollte, stutzte ich: Darf ich das denn noch? Und wie style ich meine Haare, wenn nicht?

Nach einem Gespräch mit meinem Frauenarzt und der Hebamme sowie dem Zurateziehen verschiedener Webseiten war mir klar, was erlaubt ist und was nicht. Damit ihr nicht lange suchen müsst, habe ich das Wichtigste zur Haarpflege in der Schwangerschaft und 10 Hausmittel, die ihr als Mama-To-Be oder Nochmal-Mama-To-Be bedenkenlos einsetzen könnt, für euch zusammengefasst.


Do’s und Dont’s:

Haarspray:

Lieber nicht. Das Problem hier ist nicht der Spray selbst, sondern sind in erster Linie die beim Auftragen freigesetzten Dämpfe. Tja, da stand ich nun. Und was tat ich, nachdem mein Arzt mich darauf hingewiesen hatte? Ehrlich gesagt: weniger Spray verwendet, beim Sprühen die Luft angehalten und dann schnell raus aus dem Badezimmer…

Haargel und Haarwachs:

Grundsätzlich gilt es während der Schwangerschaft, die Kopfhaut (und Haut ganz allgemein) so wenig wie möglich zu reizen. Durch die hormonellen Veränderungen unterliegt die schon ausreichend Schwankungen, ohne zusätzlich durch eventuell austrocknende Pflegeprodukte belastet zu werden. Haargel und -wachs können weiter verwendet werden, sollten wenn möglich aber nicht in Kontakt mit der Kopfhaut gelangen.

Haare färben:

Da es wahrscheinlich ist, dass große Mengen des Färbemittels auf die Kopfhaut gelangen und unklar ist, ob schädliche Stoffe zum Baby durchdringen, sollten die Haare während der Schwangerschaft grundsätzlich nicht gefärbt werden. Die einzige Ausnahme bilden Strähnen, bei denen die Farbe eben keinen Kontakt zur Kopfhaut hat.

Aber das ist alles kein Grund für schwangerschaftshormonbedingte Verzweiflung, denn einmal mehr sind Naturprodukte, also zum Beispiel Pflanzenfarbe beim Haarefärben, die Alternative schlechthin. Das gilt übrigens nicht nur für die Schwangerschaft.

10 Hausmittel zur Haarpflege in der Schwangerschaft:

1. Olivenöl bei trockenem Haar:

Massiere Olivenöl in die trockenen Spitzen und Längen und schlage die Haare in ein warmes Handtuch. Eine Stunde einwirken lassen und sorgfältig ausspülen.

2. Avocado-Farbschutz:

Das Fruchtfleisch der Avocado zerdrücken und mit Sahne mischen, ins feuchte Haar einmassieren und 15 bis 20 Minuten einwirken lassen. Danach mit warmem Wasser und etwas Shampoo gründlich ausspülen.

3. Heilerde bei fettigem Haar:

Aus 10 Esslöffel Heilerde und ca. 200 ml Wasser einen dicken Brei anrühren, auf der Kopfhaut verteilen und ca. 10 bis 20 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich ausspülen. Für eine tägliche Spülung die Erde einfach mit mehr Wasser anrühren.

4. Honig bei brüchigem Haar:

1 Esslöffel Honig mit einem Eigelb mischen und die Kur in die strapazierten Partien einmassieren. Nach 15 Minuten gründlich mit möglichst kaltem Wasser ausspülen.

5. Kapuzinerkresse bei Schuppen:

2 Handvoll Kresse in kaltem Wasser zum Kochen bringen, 15 Minuten köcheln lassen. Absieben und nach dem Haarewaschen zum Spülen verwenden.

6. Lindenblütentee für Glanz:

Zwei bis drei Teebeutel in einem halben Liter Wasser für 15 Minuten ziehen lassen. Lauwarm als Spülung verwenden.

7. Farb-Booster:

Bei hellem Haar eine Spülung mit Kamillentee, bei dunklem Haar Schwarzer Tee oder kalter Kaffee. Bei längerem Einwirken auf der Kopfhaut können manche Hausmittel, wie zum Beispiel Kamille oder Zitrone, reizend sein. Deshalb sollte man gerade während der Schwangerschaft eher unkomplizierte Spülungen, als Haarmasken anwenden.

8. Haarspray selber machen:

Das klingt doch irgendwie verrückt, oder? Angeblich kann er aber, ganz ohne schädliche Zusatzstoffe, daheim hergestellt werden. Die Frisur zum Halten und das Haar zum Glänzen bringen kann angeblich auch eine Wasser-Zucker-Mischung. Dafür 150 ml Wasser kochen, 5 Esslöffel Zucker in ein Glas geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Fertig. Jetzt muss nur noch mit einem entsprechenden Gefäß mit Zerstäuber gesprüht werden. Ähnlich funktioniert das Ganze angeblich auch mit Honig und Pfefferminzblättern.

9. Honig-Topfen bei gereizter Kopfhaut:

Bei entzündeter oder gereizter Kopfhaut verspricht eine Honig-Topfen-Maske Linderung: Hierfür 3 Esslöffel Honig und 3 Esslöffel Topfen mischen und ins feuchte Haar einmassieren. Nach 5 bis 10 Minuten gründlich ausspülen.

10. Bier-Spülung für Volumen:

Ein Klassiker, der durch die im Haar verbleibenden Reste von Gerste und Hopfen super funktioniert. Wenn die Haare nach der Bierspülung nicht danach riechen sollen, noch gründlich mit Shampoo waschen. Außer, man steht drauf. Dann nicht.


Natürliche Hausmittel sind immer, nicht nur in der Schwangerschaft, eine gute Idee! Kennt ihr Hausmittel, die in der Liste fehlen? Immer her damit, ich ergänze gerne!

Wie sah die Haarpflege in der Schwangerschaft bei euch aus? Habt ihr während dieser besonderen Zeit gefärbt, etc.?

Ich wünsche euch gute Ergebnisse bei Ölwickel und Co.!

Quellen:

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2 Kommentare

  • Reply
    Lotta
    16. Oktober 2015 at 7:24

    Cooler Post, hab auch schon überlegt sowas in der Art zu schreiben! 😀 Das mit der Kapuzinerkresse und dem Lindenblütentee wusste ich nicht. Werde ich bei Bedarf mal ausprobieren! Ich benutze grüne Heilerde übrigens auch als Trockenschampoo! Trage es mit einem Pinsel auf, lass es ein bisschen einwirken und bürste es dann aus. Es gibt höchstens einen minimalen Grauschleier und wirkt echt gut 😉

    Alles Liebe,

    Lotta

    • Reply
      Jeannine
      18. Oktober 2015 at 13:02

      Merci Lotta, danke für den Tipp mit der grünen Heilerde. 😀 Ich bin schon ewig auf der Suche nach einem Trockenshampoo, werd das demnächst ausprobieren. Hoffentlich ist der Grauschleier bei relativ dunklen Haaren nicht zu stark. Bin gespannt… Alles Liebe!

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