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Freilernen: über spielerisches Lernen ohne Leistungsdruck und gesetzliche Einschränkungen

Mädchen beim erforschen für das interview über freilernen auf mini and me mit psychotherapeutin Nina petz

Wir alle sind begeisterte Lernerinnen mit unstillbarem Wissensdurst, bevor es uns abtrainiert wird. „Schule verhindert Lernen!“, stellte der deutsche Philosoph Richard D. Precht vor nicht allzu langer Zeit fest. Hat er recht?

Still sitzen, Frontalunterricht, Brechlernen, starre Lehrpläne, Leistungsdruck und andauernde Beurteilung. Nein, auch ich bin keine Freundin unseres veralteten Regelschulsystems. Das macht mich zur Suchenden: Ich suche nach Alternativen für unsere Tochter, begutachte, vergleiche und wiege ab.

Eine Alternative, die mich besonders interessiert – zum Teil auch, weil sich mir nicht ganz erschließen will, wie das denn in Österreich möglich sein soll – ist freies Lernen. Keine Schule, kein Lehrplan, kein Pauken. Dafür aber pures Eigeninteresse des Kindes, das Feiern der Individualität und viel, viel Zeit in der Natur.


Freilernen in Österreich: Nina Petz im Gespräch

Ich habe mit Nina Petz, Psychotherapeutin und selbst Freilerner-Mama, über die Rahmenbedingungen für freies Lernen in Österreich gesprochen: Wie sieht der Freilerner-Alltag in ihrer Familie aus? Wie lernt ihr Kind und mit welchen Einschränkungen sieht man sich in einem Land mit Schulpflicht konfrontiert?

Was ist Freilernen?

Freilernende Kinder besuchen keine Schule, sondern werden von ihren Erziehungsberechtigten zu Hause unterrichtet. Laut Gesetzestext sind die Kinder dann eben auch zum „häuslichen Unterricht“ gemeldet. Wie das in der Praxis gelebt wird, ist unterschiedlich.

Viele Freilerner-Mamas und -Papas halten nichts vom klassischen „Beschulen“ ihres Kindes. Sie sind davon überzeugt, dass jedes Kind eine natürliche Neugier und einen angeborenen Wissensdurst in trägt, um in seinem ganz eigenen Tempo zu lernen und sich zu entwickeln. So gibt es dann zu Hause keinen fixen Stundenplan wie in der Schule.

Lernen funktioniert hier ganz nach den Bedürfnissen der Kinder. Eltern orientieren sich an den aktuellen Interessen und Leidenschaften ihrer Kinder und bieten diesen folgend Informationen, Materialien, Ausflüge etc. an. Es gibt allerdings auch Freilerner-Eltern, die aus religiösen oder anderen persönlichen Gründen ihren Nachwuchs selbst zu Hause „unterrichten“.

Wie passt das Konzept des Freilernens zur österreichischen Schulpflicht?

Das Lernen im häuslichen Unterricht ist im österreichischen Schulpflichtgesetz § 11 geregelt. Dieses besagt, dass die allgemeine Schulpflicht ferner durch die Teilnahme an häuslichem Unterricht erfüllt werden könne, sofern der Unterricht jenem an einer im § 5 genannten Schule – ausgenommen die Polytechnischen Schule – mindestens gleichwertig ist.

Das heißt, wenn Eltern sich über den Schulstoff informieren und eine gleichwertige Bildung bieten können, kann das Kind „freilernen“.

Wo liegen für dich die großen Vorteile?

Ein großer Vorteil liegt sicherlich in der Berücksichtigung der Individualität des eigenen Kindes. Eltern können persönliche Wünsche ihres Nachwuchses wahrnehmen und den Alltag danach ausrichten. Lernen kann spielerisch, lustvoll und voller Freude etwas Selbstverständliches, Natürliches für die Kinder bleiben. Das gemeinsame Lernen stärkt auch die Eltern-Kind-Bindung.

Der Alltag kann, wie schon erwähnt, individuell gestaltet werden. Wenn der Sohn lieber länger schläft, dann kann er ruhig ausschlafen und muss nicht um 8 Uhr in der Schule sein, sondern kann mit dem Lernen starten, wenn seine Energie passt. Wenn die Tochter gerne Geschichten schreibt, kann sie sich durchaus mal eine Woche oder länger nur damit beschäftigen und so ganz und gar darin aufgehen. Es gibt eben keinen fixen Stundenplan, der sagt, dass ab z.B. 10 Uhr Mathematik dran ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass schulischer Noten- und Leistungsdruck, wegfallen. Notenwettbewerb oder Schulangst gibt es nicht.

„Lernen kann spielerisch, lustvoll und voller Freude etwas Selbstverständliches, Natürliches für die Kinder bleiben.“

Mir ist zum Beispiel auch der Bezug zur Natur sehr wichtig. Mit nur einem Schulausflug in den Wald pro Semester wäre ich und auch meine Kinder unglücklich. Freilerner-Familien können selbst entscheiden, wo und wann gelernt wird. Daher verbringen wir extrem viel Zeit im Wald und in der Natur. Außerdem gibt es sogenannte „Globetrotter“-Familien, die monatelang reisen und erst rechtzeitig zur Externistenprüfung wieder nach Österreich kommen.

Mit welchen Nachteilen sehen Kinder und Eltern sich konfrontiert?

Jedes Kind, das im „häuslichen Unterricht“ gemeldet ist, muss am Ende des Schuljahres eine Externistenprüfung ablegen. Auch wenn diese nicht als Druck empfunden werden sollte, ist das für viele Eltern nicht ganz so einfach. Wird diese Prüfung nämlich nicht geschafft, muss das Kind im darauffolgenden Jahr eine Regelschule besuchen und darf nicht mehr im „häuslichen Unterricht“ gemeldet werden. Dies macht natürlich oft Stress. Stress, der sich auch auf die Kinder übertragen kann. Daher ist es für viele Eltern sicherlich eine Herausforderung, sich und ihre Kinder gut vorzubereiten und nicht in Unruhe zu verfallen. Am besten klappt das im Sinne von „Du darfst endlich herzeigen, was du das Jahr über gemacht hast…“

„Wenn man sich nicht selbst organisiert, hat das ‚häusliche Kind‘ keine beständige Gruppe von Kindern, mit denen es gemeinsam spielt, Konflikte austragen lernt und wachsen darf.“

Was künftige Freilerner-Eltern auch bedenken sollten: Wenn man sich nicht selbst organisiert, hat das „häusliche Kind“ keine beständige Gruppe von Kindern, mit denen es gemeinsam spielt, Konflikte austragen lernt und wachsen darf. Ich finde das Freilerner-Konzept großartig, finde es aber unerlässlich, dass die Kinder auch regelmäßigen Kontakt zu anderen Kindern unterschiedlichen Alterns haben und sich auch gemeinsam – mit Unterstützung eines Erwachsenen – entwickeln und (miteinander) Erfahrungen machen können.

Und last, but not least: Es gibt keine klassische Betreuung für die Kinder! Diese muss entweder selbst organisiert werden oder selbst übernommen werden.

Wie läuft die Abmeldung vom Unterricht ab?

Die Abmeldung zum häuslichen Unterricht ist in den Bundesländern recht unterschiedlich. In Wien verlangt die Behörde bereits bei der Abmeldung vom letzten Kindergartenjahr eine sehr intensive Ausführung, was man mit seinem Kind den ganzen Tag über so treibt. Es werden Belege von Museumsbesuchen, Kinderzeichnungen und Fotos gewünscht, um zu belegen, dass das Kind „im Jahr vor dem Schuleintritt“ altersgemäß betreut, gefördert und gefordert wird.

Die Abmeldung zum häuslichen Unterricht für die VS ist dann hingegen eine reine Formsache in Wien. Es gibt dann ja sowieso die Prüfung. Dies ist aber eben nicht in allen Bundesländern gleich. Teilweise werden hier extrem ausführliche Dokumentationen gefordert, was viele Freilernen-Familien als Schikane empfinden.

Wie kann Freilernen im Alltag aussehen?

Wie schon erwähnt, gibt es sehr unterschiedliche Freilerner-Familien. Wir sind gut vernetzt mit anderen Freilerner-Familien und treffen uns regelmäßig, um den Kindern auch eine Art Großfamilie zum gemeinsamen Spielen, Lernen und Werken in der Natur zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es bei uns zu Hause zahlreiche z.B. Montessori- oder Waldorf-Materialien (Jahreskreis, selbstgebastelte Sandpapierbuchstaben, Rechnen mit Perlenmaterial, etc.) und Bücher, die immer zum Lernen oder zum Forschen einladen.

Außerdem besteht unser Alltag auch aus gemeinsamem Kochen und interessanten Ausflügen und Exkursionen in z.B. Museen, Naturparks, zum „Tag der offenen Tür“ der städtischen Müllabfuhr (MA48) oder ins Planetarium.

Wie funktioniert freies Lernen bei euch?

Lernen funktioniert bei uns im Alltag nebenbei, selbstverständlich und freiwillig. Meinen Sohn interessieren viele Dinge. Je nach aktueller Leidenschaft greife ich ein Thema spielerisch auf und wir lesen, rechnen oder schreiben etwas dazu. Momentan stehen bei meinem Sohn z.B. Pferde ganz hoch im Kurs, er nimmt auch Reitunterricht. Daher schreibt er derzeit mit Leidenschaft Briefe an alle Nachbarskinder, in denen er sie in seinen ganz privaten Reitklub einlädt, etc. Außerdem rechnet er durch, wie viel Geld er für weitere Reitstunden benötigt, wieviel es kostet ein eigenes Pferd zu kaufen und und und. Auch malt er Pferde über Pferde, stöbert in Pferdelexika, u.s.w.

Wann sollte man Freilernen sein lassen?

Wenn man auf Betreuung angewiesen ist und keine Zeit hat, den Nachwuchs zu betreuen und mit ihm gemeinsam zu lernen, ist Freilernen natürlich schwierig.

Was sollten Eltern, die es versuchen möchten, wissen?

Ich denke, es ist wichtig immer zu reflektieren und sich gegebenenfalls auch Hilfe von außen zu holen, wenn es mal daheim „kriselt“. Freilernen ist etwas Wunderbares – gemeinsam mit meinen Kindern die Welt zu entdecken und zu forschen, ist für mich großartig und stärkt unsere Eltern-Kind-Bindung enorm.

Allerdings gilt es auch immer wieder einen Schritt zurückzugehen, seine Kinder auch selbstständig Erfahrungen machen zu lassen und sie nicht zu sehr „zu vereinnahmen“. Entwicklungsprozesse und natürliche Ablösungsprozesse sollten immer offen von den Eltern reflektiert werden.

Wie bereitest du dein Kind auf die Externistenprüfung vor?

Die Abschaffung der Externisten-Prüfung ist immer wieder Thema und ein permanentes Anliegen der Freilerner-„Bewegung“. Denn natürlich wäre es wünschenswert, wenn man diese anders gestalten oder es sie nicht geben würde.

Ich sage mir selbst und auch meinem Kind folgendes: Es gibt diese Prüfung zum Schutz aller Kinder. Lernen ist etwas Tolles und Wunderbares! Früher war es nicht selbstverständlich, dass alle Kinder lernen durften. Manche Familien waren sehr arm und schickten auch ihre Kinder zum Arbeiten. Damit das heute nicht mehr passiert, gibt es die Schulpflicht – und mit der Externisten-Prüfung will man einfach sicher gehen, dass alle Kinder lernen dürfen, ihre Eltern ihnen Wissen zur Verfügung stellen und ihnen auch helfen.

Wenn es gesetzliche Leistungsüberprüfungen gibt, muss dann klassisches „Pauken“ nicht doch manchmal sein?

Natürlich gibt es einen offiziellen Volksschul-Lehrstoff, den das Ministerium vorgibt. Dieser schreibt jedoch vor allem vor, z.B. wann welcher Zahlenraum verstanden sein soll, in welchem Alter welche Rechenarten klar sein sollten, etc. Ähnlich verhält es sich im Fach Deutsch.

Ich bin überzeugt, die Leidenschaft der Eltern fürs Lernen und das Leben steckt den Nachwuchs an. Lernen ist etwas Natürliches und Selbstverständliches, das automatisch passiert, wenn die Beziehung, die Bindung zum begleitenden Erwachsenen passt und wenn Begeisterung dabei ist, die sich überträgt.

„Lernen ist etwas Natürliches und Selbstverständliches, das automatisch passiert, wenn die Beziehung, die Bindung zum begleitenden Erwachsenen passt und wenn Begeisterung dabei ist, die sich überträgt.“

Natürlich habe ich den Lehrstoff im Kopf und biete entsprechende Materialien oder Ausflüge an. Aber ich würde mich nie mit meinen Kindern nach Stundenplan hinsetzen und klassisch „pauken“. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder wirklich lernen wollen und ohnehin von selbst kommen und um Hilfe und Informationen bitten.

Jede Kinderfrage ist eine Möglichkeit gemeinsam nachzuforschen und zu lernen.

Wie läuft die Externistenprüfung ab?

Bei der Volksschul-Externisten-Prüfung haben wir bislang folgende Erfahrungen gemacht: Die Prüfungsschule ist sehr wohlwollend und freundlich (sicher wichtig hier eine geeignete Auswahl zu treffen). Zu Beginn dürfen die Kinder erzählen, was sie gerne tun, und zeigen, was sie das Jahr über so gemacht haben. Zeichenmappen und andere Werkstücke dürfen hergezeigt, gerne auch ein Lied o.ä. vorgetragen werden. Anschließend gilt es je einen Zettel für Rechnen und einen für Deutsch auszufüllen. Abschließend wird allen Kindern dann gesagt, dass Sie die Prüfung bestanden haben. Die Zeugnisse werden den Eltern per Post zugeschickt.

Wie sieht es nach der Volksschule aus?

Nach der Volksschule – egal ob im Gymnasium oder in der NMS – müssen die Kinder in jedem Fach eine Externisten-Prüfung ablegen. Das ist natürlich eine Menge. Die Kinder, die ich kenne, sind sehr selbständig und lernen gern für diese Prüfung. Auch weil sie wissen, diese Prüfungen sind nun mal wichtig, damit sie weiter mit dieser Freiheit und ohne klassisches Schulsystem leben können.


nina petz psychotherapeutinNina Petz

Psychotherapeutin und Freilerner-Mama

Nina Petz ist Eltern-Kids-Coach und betreibt eine psychotherapeutische Praxis in Wien. Sie hat zwei Kinder, eines davon ist „freilernend“ und besucht regelmäßig den „Lernverein“, den Nina selbst mit weiteren Bekannten gegründet hat. Sie stand mir bereits für ein Interview über kindliche Schmerzwahrnehmung zur Verfügung.

Homepage: ninapetz.at


Habt ihr eigene Erfahrungen mit freiem Lernen?

Wie steht ihr zum „klassischen“ Schulsystem?

Wäre Freilernen eine Alternative für euch? Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung zu dem Thema, eure Erfahrungen und gern auch kritische Gedanken; sowohl zur „klassischen“ Schulbildung, als auch zu Alternativen!

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Foto © Jeannine Mik, Mini and Me

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3 Kommentare

  • Reply
    stadtmama Judith
    8. September 2016 at 21:48

    Ich halte die Idee prinzipiell für sehr interessant und tendiere sehr zu Montessori. Mir graut vor der Vorstellung, dass meinen Kindern in der Schule etwas regelrecht eingetrichtert werden soll, weil es gerade so am Lehrplan steht. Sie bringen sich vieles einfach selbst oder mit Hilfe anderer Kinder bei (Schreiben abschauen von den Vorschulkindern, Radfahren von Freunden, …) und versetzten mich dabei regelmäßig in Staunen. Blöd nur, dass unser Schulsystem nicht auf das Unterstützen der Wissbegierde ausgelegt ist sondern auf das das einpauken von Stoff laut Lehrplan. Allerdings traue ich mir selbst das Freilernen mit den Kindern im Schulalter einfach nicht zu. Ich halte mich dafür selbst für zu wenig organisiert und diszipliniert. Zusätzlich muß ich sagen, ich brauche auch den Abstand manchmal. Wenn ich sie als Freilerner zu Hause „unterrichten“ würde, würde mir einfach die Zeit fehlen in der ich arbeite. Wobei es mir hier nicht primär nur um die Arbeit sondern um das konzentrierte alleine etwas anderes als mit den Kindern zu machen geht. Mir fällt die Decke auf den Kopf, wenn ich nicht auch „mein Ding“ machen kann und das ist vermutlich so „nebenbei“ schwer. Insofern hoffe ich kurz und bündig, dass es bei uns in zwei Jahren mit der Montessori-Volkschule klappt. 😉

  • Reply
    Nimm dein Kind an die Hand und lass es begeistert die Welt entdecken
    18. September 2016 at 22:13

    […] Interview zum Thema Freilernen bei Mini and Me […]

  • Reply
    Sarah
    23. Oktober 2016 at 9:01

    Hm, als Lehrerin sehe ich das ganze etwas zwiegespalten und da wir in Deutschland wohnen, steht Freilernen hier eh nicht zur Debatte (und wenn ich mir angucke, was in den USA teilweise beim „Homeschooling“ gelehrt wird, da wird mir ganz anders, von daher: Immer her mit den Lehrplänen!).
    Im Moment geht meine Tochter in eine Kita und wird auch in einen Kindergarten gehen, die/der den Kindern viele Freiheiten lässt, die Gruppen sind in beiden Einrichtungen klein und es geht mehr um das soziale Miteinander als um Leistung. Auch bietet der Kindergarten keinen „Vorschulunterricht“ sondern stellt den Kindern, die Materialien zu Buchstaben, Zahlen etc. möchten, diese gerne zur Verfügung, zwingt aber niemanden dazu das Material zu bearbeiten. Diejenigen, die einfach Spielen wollen, dürfen dies weiter tun. Der Großteil von mir ist überzeugt davon, dass das gut und richtig ist und meine Tochter (2) schon genug Interesse an schulischen Themen entwickeln wird, als das ich diese auch zu Hause spielerisch fördern kann. Die Patentante, Grundschullehrerin, sieht das genau so. Die Gym-Lehrerin in mir hat allerdings schon ein bisschen Angst, dass mein Kind schon dadurch den Anschluss verpassen könnte, dass sie Dinge vielleicht nicht in der Vorschule gemacht hat, die Kinder aus anderen Kindergärten dann schon können. (Zudem ich ja eigentlich die Folgeschule schon ausgesucht habe *hust*;-))
    Das Montessori-Prinzip finde ich zwar in der Theorie super, allerdings gibt es hier nur bis zum Ende der Grundschule die Möglichkeit, sein Kind auf eine Montessori-Schule zu schicken und dann zu wechseln, wenn in der Primarstufe eh der Druck wächst, halte ich für falsch. Zudem kenne ich einige Kinder, denen das „freie“ Lernen eher geschadet als genützt hat, insbesondere als sie dann auf eine Regelschule wechseln mussten.
    Von daher wird meine Tochter, wenn es denn soweit ist, ganz normal eine Regelschule besuchen und hoffentlich einfach damit zurecht kommen, dass man dort auch Dinge lernen muss, die einen in dem Moment vielleicht nicht brennend (und manchmal auch überhaupt nicht) interessieren.
    LG Sarah

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