Motherhood

Abstillen – aber wie? #fragmama

Mini ist 20 Monate alt. Sie stillt nach wie vor, wenn sie das möchte. Ich weiß zwar nicht, wann der Tag kommt, an dem wir diese besondere Zeit hinter uns lassen, aber ich mache mir so meine Gedanken.

Auch und vor allem deshalb, weil ich keine Ahnung habe, wie wir „aufhören“ sollen… Ich hoffe ehrlich gesagt immer noch, dass sie irgendwann von selbst einfach nicht mehr möchte.

Mini ist kein Baby mehr. Sie stillt nicht statt eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, sondern zusätzlich. Sie stillt aus Lust oder Langeweile, manchmal zur Entspannung… you get it. Flascherl oder Schnuller waren sowieso nie ein Thema bei uns, also würde sie mich vermutlich höchstens ungläubig anschauen, wenn Mama plötzlich mit „so etwas“ antanzte.

miniandme-stillendemariaZum Abstillen in der Nacht habe ich bereits vor einigen Monaten bei den Rabeneltern einen Leitfaden zur sanften Entwöhnung nach Gordon gefunden, den ich sehr interessant fand. (Auszuprobieren bei Kindern ab einem Jahr!) Glücklicher Weise hat auch Danielle vom Gewünschtesten Wunschkind zu diesem Thema sehr ausführlich und lesenswert geschrieben.

Auch der wunderbare Familienblog Von guten Eltern, geschrieben von Hebamme Anja, gibt eine Reihe wertvoller Tipps für die besondere, oftmals nicht ganz unanstrengende Zeit des Abstillens.


Bloggermoms, wie habt ihr (ab)gestillt?


Abgesehen von Tipps und Anleitungen finde ich vor allem die persönlichen Erfahrungen anderer Mütter wichtig. Einfach fragen zu können „Wie war das bei dir?“ fällt manchmal schwer. Sei es, weil die meisten Freundinnen noch keine Kinder haben, selbst noch stillen oder ihr Kind schon viel früher abgestillt haben.

Ich habe mich deshalb für meinen ersten #fragmama Artikel bei meinen geschätzten Bloggermamas umgehört und 10 ehrliche, persönliche (Ab-)Stillwege für euch zusammengetragen.

Also: Willkommen im Stillstory-Vademekum!

Dass das Stillen überhaupt funktioniert, ist nicht selbstverständlich. Birgit von Muttis Nähkästchen erzählt eine etwas andere (Ab-)Stillgeschichte:

„Mein erstes Kind war 3 Tage alt, als ich vom Krankenhaus total überhastet abgestillt wurde – medikamentös und mit jeder Menge Topfenwickel. Ich fühlte mich – und roch – auf der Wochenbettstation wie eine überdimensionale Topfengolatsche. Beim zweiten Kind wollte ich es wieder unbedingt probieren – schließlich ist meine eigene Schwiegermutter Stillberaterin. Aber auch da klappte es leider nicht länger als 6 Wochen. Das Abstillen funktionierte ganz automatisch – es war einfach keine Milch mehr da. Und der Spross war durch das Zufüttern ohnehin an die Flasche gewöhnt. Tja, auch so kann’s laufen…“

Stefanie, die 3fach-Jungsmami, hat bei jedem ihrer Kinder ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Vom nicht stillen Können beim ersten, übers Versiegen der Milch durch Stress beim zweiten und dem selbst Abstillen ihres dritten Sohnes schreibt sie auf ihrem Blog in dem Artikel „Stillen vs. Flasche – unsere Erfahrungen“ und resümiert schön und treffend:

„Was ich euch damit sagen will, ist dass es in dieser Frage, meiner Meinung nach, kein richtig oder falsch gibt. Stillen kann man nicht erzwingen. Ich habe eigentlich alles durch. Habe gekämpft ums stillen, doch schlussendlich war mir am wichtigsten, dass es meinen Kindern gut geht.“

Von ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Stillbeziehungen zu ihren Kindern berichtet auch Daniela, Schreiberin des Blogs Die kleine Botin:

„Ich stille immer noch, die Kleine wird im April 2. Es ist auch immer noch viel Milch da, das spüre ich richtig. Mich stört es nicht, im Gegenteil, so bin ich sicher, dass sie auch im Krankheitsfall zB gut versorgt ist. Nachts ist nun weniger (meist 1x), seit sie im eigenen Zimmer schläft. Ich werde in 6 Mon wieder arbeiten, mal sehen, wie es entwickelt. Die Große habe ich 11 Mon gestillt, sie wollte dann nicht mehr, hat nach dem Abstillen auch nie mehr danach gefragt!“

Und Dreifachmama Daniela, die für das große Familienportal welovefamily tippt:

„Kind Nr. 1 hat sich nach 9 Monaten von selbst abgestillt, als ich wieder schwanger wurde. Bei Kind Nr. 2 lief es unglücklich und ich konnte nicht stillen nach Abstilltabletten (nach hardcore abpumpen hatte ich dann nach 2 Wochen ein wenig Milch und ich kämpfte um jeden Tropfen). Bei Kind Nr.3 wollte ich eine laaaange Stillbeziehung und dann kam es anders: Ich bekam ein Dauer-Slow-Still-Baby, das sich für eine Mahlzeit gute 1,5 Stunden Zeit ließ. Also begann ich nach guten Erfahrungen wieder zu pumpen und bereute es keine Minute. Sie akzeptierte beides und so wurde ich flexibel. Nach 4 Monaten und einem „Ich leg dich nur mal schnell ab ins Geschwisterbett“ schlief sie dort zum ersten Mal 8 Stunden am Stück. Seitdem schlief sie bei den Schwestern und stillte sich so nachts ab. Untertags trank sie dann noch bis etwa 7 Monate, dann nahm das Essen vom Tisch (BLW) zu und sie verlangte nicht mehr nach der Brust. Ich war zwar wehmütig, genoss aber doch die „Freiheit“.“

Vom recht entspannten Abstillen ihrer beiden Kinder berichtet Stadtmama Judith:

„Das mit dem Stillen und Abstillen ging völlig ohne Drama über die Bühne. Das einzige, was schwierig war, war das umstellen auf Fläschchen, als ich Abends wieder begonnen habe, meine Zumbastunden zu halten. Also abpumpen (mochte ich nie) und dann ab ins Fläschchen damit. Hat ein paar Abende gedauert, bis das akzeptiert wurde. Abgestillt habe ich beide Male nach und nach. Festes Essen war untertags spannender, also kamen sie irgendwann einfach nicht mehr zum Stillen. So mit 10 Monaten habe ich dann das Abendstillen überhaupt durch abgepumptes Abendfläschchen und dann durch Pre Milch ersetzt und das wars dann … Sie haben nicht mehr gefragt, untertags hat es sie ja schön längst nicht mehr interessiert.“

Der Wunsch, den eigenen Körper wieder ganz für sich haben zu wollen, kann groß sein. So hat Catrin vom Blog Mom4Mom ihren Sohn mit 3,5 Monaten abgestillt. Irene wollte bei ihrem ersten Kind nach 3 Monaten nicht mehr und genießt dafür die längere Stillzeit beim zweiten. Sie tippt auf Wien mit Kind und zu diesem Thema:

„Das Augustbaby stille ich nach wie vor mit Begeisterung und doch hat auch diese Stillzeit für mich bereits ein Ablaufdatum: August 2016. Da das Augustbaby sehr an mir hängt, meinte unsere Kinderärztin, ich solle damit rechnen, dass das Abstillen langwierig und schwierig werden könnte. Derzeitiger Plan: Ich werde wohl ab Mai mit dem Abstillen beginnen und hoffe, dass wir das gemeinsam gut hinbekommen.“

Eine ganze Reihe an Tipps teilt Vere vom Blog Mami Rocks mit uns. Dicker Pulli, Ablenkung und die nächtliche Hilfe von Papa… aber lest selbst:

„Ich habe ziemlichen Bammel vor dem Abstillen bei meinem ersten Sohn gehabt, da er ein so glücklicher Busenschmatzer war. Als er 9 Monate war, erfuhr ich von meiner Zwillingsschwangerschaft und wollte abstillen. Zu dem Zeitpunkt trank er nur noch ab und zu. Die Abendmahlzeit um 7 Uhr war unser Ritual schlechthin und ich hatte keine Ahnung wie ich das Ganze angehen sollte. Der Papa hatte die rettende Idee und spielte in der kritischen Tageszeit jeden Abend eine Woche intensiv mit ihm. Außerdem zog ich immer dicke Pullis ohne Ausschnitt an, sodass der Kleine gar nicht auf den Geschmack kommen konnte! So war alles nach einer Woche beendet. Bei den Zwillingen machte ich mir schon nicht mehr soviele Gedanken, da ich ja schon wusste, alles geht seinen Weg. Und siehe da, kurz vor dem ersten Geburtstag hatten sie kein Interesse mehr. Auch hier habe ich schon seit dem 5. Monat Mahlzeit um Mahlzeit ersetzt – einfach weil die beiden mir ganz schön viel Energie absaugten!“

Birgit bloggt bei Fräulein im Glück über Achtsamkeit und Minimalismus als Familie. Sie spricht mir aus der Seele, wenn sie sagt:

„Ich stille auch immer noch (2 Jahre +) und ich habe dazu immer wieder gemischte Gefühle. Zum einen war ich in den letzten Wochen, in denen der Kleine krank war, sehr froh, dass ich noch stille, zum anderen merke ich aber, dass der Druck von außen wächst und ich, so cool ich gern wäre, das nicht immer einfach so wegstecken kann. Mal sehen, wie es sich in der nächsten Zeit entwickelt.“

Dass es in Ordnung ist, wenn frau ihren Körper zurück haben möchte und über den Druck, den die Meinungen außenstehender Menschen auslösen können, schreibt Anja von Gänseblümchen & Sonnenschein. Sie beschreibt, wie sie ihre Tochter einvernehmlich und respektvoll nach einer schönen Stillbeziehung abstillte und erzählt, wie eine Stillberaterin sie auf ihrem Weg unterstützte:

„Also bei uns war das Abstillen auch so eine Sache. Eigentlich wollte ich ursprünglich nur ein halbes Jahr, aber jemand anderer wollte irgendwie gar nicht aufhören. Dadurch dass Flascherl und Brei bis heute verweigert wird, gab es eben Fingerfood und Muttermilch. War auch praktisch irgendwie, da wir in die USA geflogen sind. Ich glaube das war auch ein Grund warum ich unterbewusst noch nicht wirklich abstillen wollte. Denn ich glaube, wenn man wirklich will, kann man auch abstillen. Es ist eine Art stille Vereinbarung, die nur gilt, wenn es beide wirklich wollen. Gestillt wurde daher bis kurz vor dem 1. Geburtstag des kleinen Fräuleins, weil ich dann einfach nicht mehr konnte. Nicht mehr wollte. Und das ist okay. Die letzten drei Monate wollte die kleine Maus alle 1,5 Stunden in der Nacht andocken. Ich wusste sie braucht das, und es war in Ordnung, obwohl anstrengend und so. Aber eines Nachts war es nicht mehr okay. Ich wollte meinen Körper endlich wieder zurückhaben und war wirklich verzweifelt. Ich habe über La Leche eine sehr liebe und verständnisvolle Stillberaterin gefunden. Sie hat mir ein paar Tipps gegeben und mich auch ermutigt, dass es absolut okay ist, wenn ich dieses Gefühl habe. Denn natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen. Mit ihrer Hilfe und vor allem der Unterstützung meines Mannes ging es dann sehr schnell. Ich hab mich mit dem kleinen Fräulein hingesetzt und ihr das erklärt, ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe, aber dass sie jetzt schon groß ist und keine Brust mehr bekommt. Aber dass das absolut nichts an unserer Beziehung ändert. Das Hinlegen hat dann der Papa ein paar Wochen unternommen. Das allerletzte Mal stillte ich an ihrem ersten Geburtstag. Und es hat uns beiden gut getan. Es war der richtige Zeitpunkt für uns. Das kleine Fräulein hat auf einmal sehr gerne und viel mehr gegessen und die Nächte viel mehr geschlafen. Endlich hat sie zugenommen und ich hab mich wieder mit meinem Körper angefreundet. Ein bisschen. Der richtige Zeitpunkt ist für jede ein anderer. Und es gibt doch kein richtig oder falsch, es ist schade, dass man von außen immer bewertet wird: Was? Du stillst noch immer? Was? Du stillst nicht? Was? Was geht es denn irgendwen an bitteschön?!

Julia von Sinn.im.Puls hinterfragt das Abstillen an sich. Ist es wirklich notwendig, ein Kind „abzustillen“? Ihre Tochter hat sich mit 13 Monaten abgestillt, sie selbst war dafür noch nicht bereit. In ihrem Artikel „Abstillen. Ein Abschied“ vergleicht sie den Abschied vom Busen mit dem Abschied von einem Menschen und regt damit zum Nachdenken an:

„Meine einzige Aufgabe war nur, meine Tochter trinken zu lassen und mich entspannen. Easy, ohne dem ganzen Kopfzirkus. Und beim Abstillen, wollte ich das genauso machen. Kopf aus. Sendepause. Die ganze Schwere und Melancholie die dieses Wort mitbringt, nicht im Kopf kreisen lassen. Ist ein Abschied nicht nur dann schwer, wenn man ihn nicht will? Wenn es einen Widerstand dagegen gibt? Oder macht ein plötzlicher, unerwarteter Abschied, die Sache schwer? Wenn ich mich zum Beispiel an den Abschied von Menschen in meinem Leben erinnere, dann waren die schleichenden Abschiede immer die am wenigsten schmerzhaften.“

10 Mamas, 10 Geschichten. Ganz viele Gefühle, Eindrücke und Erfahrungen. Ich bin gespannt, wann eine elfte Story, unsere Story, die Liste vervollständigt.

Ihr seht ja, wie schnell es gehen kann, wenn entweder die Milch ausbleibt, das Kind plötzlich keinen Bock mehr hat oder Mami sich eines Tages in den Spiegel schaut und beschließt: Ich mag nicht mehr.

Wer weiß schon, wie’s weitergeht.


Jetzt seid IHR dran!

Her mit euren Still/Nicht-Still/Lang-Still/Kurz-Still/Whatever-Still-Geschichten!

Ich freu mich! Und ich bin wahnsinnig neugierig… 😉

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PS: Über die gesundheitlichen Vorteile des Stillens im zweiten Lebensjahr habe ich auch schon einmal getippt und einen offenen Brief darüber, warum wir Mütter stillen können sollten, wo und wann auch immer wir und unsere Kinder das möchten.

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(Inklusive 9 Artikel, die mir dabei geholfen haben, ein Stückchen mehr die Mama zu werden, die ich sein möchte und Buchempfehlungen.)

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18 Kommentare

  • Reply
    Alicja Wiktoria
    12. März 2016 at 23:03

    Hallo,
    tolles Thema zu dem ich bereits am 4. Februar ein paar Zeilen geschrieben habe. Ich habe nach 6 Wochen abgestillt- ganz einfach darum weil ich stillen nicht mochte. Den Beitrag findest Du hier: https://wiktoriaslife.com/weg-vom-stillen-zur-flasche/
    Viele Grüße
    Alicja Wiktoria

    • Reply
      Jeannine
      12. März 2016 at 23:13

      Liebe Alicja, danke für dein Kommentar! Ich hab deinen Artikel gelesen und finde es toll, wie offen du deine Erfahrungen teilst. Ich weiß, dass auch online eine Art „Erwartungsdruck“ auf vielen Müttern lastet: „Du musst stillen, es ist das Beste für dein Baby!“ Das mag rein nährstofftechnisch stimmen. Macht es die Mama aber unglücklich, geht das psychische Wohl – sowohl von Mama als auch Baby – auf jeden Fall vor! Bei uns hat es über 3 Monate gedauert, bis wir das Stillen genießen konnten. Davor war es ein Mix aus Unsicherheiten, Blähungen, Stillhütchen und entzündeten Brustwarzen. Das war keine einfache Zeit… Ich kann deine Entscheidung voll und ganz nachvollziehen. Alles Liebe!

  • Reply
    Christine
    13. März 2016 at 7:28

    Hallo. Ich finde dein Blog seht interessant. Auch das Thema abstillen. Meine kleine ist jetzt 33 Monate alt unf ich glaube wir sind jetzt mit dem stillen durch. Meine Erfahrung ist, dass man sich von aussen bloß nicht durch irgendwen gedrängt fühlen muss, dass man jetzt abstillen muss, weil es für die anderen nicht mehr passt. Bei uns hat sich vieles einfach von alleine erledigt ohne dass ich i.was dazu tuen musste. Bis vor ein paar tagen war das ein schlaf stillen noch interessant. Und nun nicht mehr…. ich habe meiner Maus nicht mehr die brust angeboten und sie hat aber auch nicht mehr nach njam njam gefragt. Das ging jetzt so plötzlich, dass ich total davon überrascht wurde. Wie so ganz oft in der Entwicklung unseres Kindes regelt sich so vieles von selbst…..

    • Reply
      Jeannine
      15. April 2016 at 20:39

      Wow, ich finde es ganz toll, wie lang ihr diese besondere Beziehung geteilt habt bzw. noch immer teilt. Ich werde versuchen, mir ein Beispiel an dir zu nehmen, und weniger auf Stimmen von außen zu geben. Wobei ich eh noch Glück habe und die meisten sehr zurückhaltend und bestärkend sind. Die, die es nicht sind, gehören zum Glück zu Menschen, die nicht so wichtig sind. Alles Liebe!

  • Reply
    Deli
    13. März 2016 at 11:46

    Er hat einfach Schluss gemacht. Ohne Erklaerung. Klar. Als waere da nie was gewesen zwischen uns. 10 Monate lang hatten wir eine lustvolle, schoene, innige Bindung. Aber das wird es so in der Form nie mehr geben zwischen uns. Ich war/bin traurig. Es ist auch noch frisch. Er hingegen ist quietschvergnuegt und sieht mich verstaendnislos an, wenn ich einen neuen Versuch starten moechte. Es ist also wirklich vorbei.

    • Reply
      Jeannine
      15. April 2016 at 20:37

      Aaaaawww… die Männer, so sind sie! Etwas ähnliches habe ich mittlerweile von ein paar Mamis gehört… es ging ihnen dann einfach irgendwie zu schnell. Kann ich total nachvollziehen, vermutlich wäre ich auch überrumpelt gewesen – vor allem in dem Alter, da hab ich auch nicht ans Abstillen gedacht. Ich hoffe, er macht’s mit ganz vielen Muscheleinheiten wieder gut! Alles Liebe!

  • Reply
    Tea
    13. März 2016 at 12:54

    Unser mädi war ein frühchen und da war das stillen besonders schwierig.
    Da ich meinen Erstgeborenen nicht stillen konnte und mich das sehr traurig machte habe ich bei unserer Tochter alles getan damit das stillen funktioniert. Mit vielen Hochs und Tiefs.
    Ich hab 2 Monate alle 3 Stunden abgepumpt damit sie ausschließlich von Muttermilch ernährt werden konnte.
    Nach der Entlassung vom Krankenhaus habe ich von einer Stunde auf die andere vom Flascherl aufs stillen umgestellt und es hat funktioniert!!!
    Jetzt stille ich schon 15 Monate und bei uns ist, leider, nun auch ein Ende in Sicht da ich einen 3 tägigen städteurlaub mit meinen Freundinnen mache. Allerdings merke ich auch dass nicht nur dieser Urlaub der Grund ist abzustillen, sondern schön langsam möchte ich eben meinen Körper wieder ganz für mich.
    Dennoch bin ich schon sehr wehmütig wenn ich dran denke, dass ich sie nie mehr stillen werde.

    • Reply
      Jeannine
      15. April 2016 at 20:36

      Liebe Tea, ich freue mich so, dass das Stillen dann so gut funktioniert hat! Auch, wenn diese besondere Zeit nun bald endet, so hattet ihr hoffentlich beide ganz viel davon! 🙂

  • Reply
    meliha
    13. März 2016 at 15:49

    meine Kleine wird nun im Mai 2…und wir stillen auch noch und auch noch relativ viel, wobei das auch immer Phasen sind…Ich bin überhaupt überrascht das es bis jetzt ging und wenn sie jetzt im Mai in den Kindergarten kommt, denke ich ist es sicher auch ein Vorteil wenn wir weiter stillen. Die Kleine war bis jetzt erst einmal so richtig krank, und ich denke schon das hier die Muttermilch der Grund dafür ist. Ich tue es weiterhin gerne aber ehrlich gesagt nur Zuhause, wenn wir in der Öffentlichkeit stillen und das nur weil sie es uuuunbedingt fordert, fühle ich mich dabei nicht mehr sehr wohl, da die Reaktionen von aussen schon eher negativ sind.

    • Reply
      Jeannine
      15. April 2016 at 20:35

      Wir handhaben es genauso und auch hier variiert die Nachfrage sehr stark. Auch das Stillen außerhalb unserer vier Wände hab ich sehr eingeschränkt, obwohl ich bisher zum Glück keine negativen Erfahrungen damit gemacht habe. Ob wir noch stillen, wenn sie in den Kindergarten kommt, weiß ich noch nicht. Gefühlsmäßig denke ich aber nicht, obwohl du absolut recht hast mit der Aussage, dass es genau da vermutlich gut wäre. Hm, mal sehen!

  • Reply
    Daniela
    13. März 2016 at 21:12

    Bei uns ist das Stillen schon ziemlich lange her (mein Sohn wird heuer 8), aber eine Geschichte gibts trotzdem. Ich habe ihn genau ein Jahr lang gestillt, was absolut herrlich und entspannt war. Ich hab mir nicht vorgenommen, genau ein Jahr zu stillen, das hat sich so ergeben. Ich hab aber gewusst, dass ich spätestens mit einem Jahr abstillen werde, da ich ab da dann am Abend wieder im Klassenzimmer sitzen würde..Den Sommer über – er hat im September Geburtstag – hab ich mir den Kopf zerbrochen, wie ich denn nun abstillen werde. Flascherl hat er genommen, da ich auch abgepumpt habe. Allerdings von allen anderen, ausser von mir – ist ja klar irgendwie…nach etlichen Versuchen mit „künstlicher“ Milch und so Sachen hab ich alle Pläne verworfen (absolut empfehlenswert!) und hab dann an einem Abend im September ein letztes Mal gestillt und am Morgen ist mein Sohn wach geworden und hat einfach so aus dem Häferl getrunken, als hätt er nie etwas anderes getan. Also ganz ehrlich – kein einziges Mal wollt er wieder an die Brust. Ich hab übrigens zu Neumond abgestillt, da ich gelesen hab, dass es da einfacher geht. Also meine Gedanken dazu: Plan ja nicht irgendwie zuviel! Nach doch einigen Jahren als Mama kann ich sagen: Pläne hab ich aufgegeben. Ein Kind geht aufs Klo, wenn es soweit ist, es entwickelt sich in jedem Bereich eben unterschiedlich schnell – sei es das Reden, die Motorik..ich hab mich oft verunsichern lassen und mir etwas dreinreden lassen…primär auf sich selbst und das Kind schauen, dann klappts schon!
    Beim Abstillen aber spielt denke ich die Mama eine grosse Rolle..wenn man eigentlich noch nicht will aber doch irgendwie soll..also bei mir ging es, als es sein musste…da spielt sich viel im kopf denk ich!

    liebe grüsse!

    • Reply
      Jeannine
      15. April 2016 at 20:33

      Danke für dein Kommentar und die liebevollen Tipps, Daniela! Ich sehe es ganz ähnlich, nichts dreinreden lassen und nicht strickt an irgendwelche Pläne halten, die eigentlich nur stressen. Vielleicht passiert es bei uns ja auch, dass sie von einem Tag auf den anderen nicht mehr möchte. Das wär fein! 🙂 Alles Liebe!

  • Reply
    Ulli
    16. März 2016 at 20:37

    Ach du… ich kann dir das so gut nachfühlen, auch wenn es bei uns eigentlich ganz anders war. Mein Sohn hat sich mit knapp 13 Monaten quasi selbst abgestillt – ich war einmal eine halbe Stunde länger weg abends, mein Mann hat ihn ohne Brust (logisch ;-)) ins Bett gebracht, und wider Erwarten hat er auch ein paar Stunden später nichts wollen und auch die folgenden Tage nicht – einfach so, ohne Vorwarnung, das war für mich schon ganz schön schlimm, weil ich absolut nicht damit gerechnet hatte! Wenn es aber nicht so gewesen wäre, würde ich vermutlich auch noch stillen und darauf warten, das er von selber nicht mehr mag 😉 Ich seh das aber grundsätzlich alles entspannt: ich finde als Mama muss man schon auch wollen, wenn mal der Zeitpunkt kommt wo man sagt ok, jetzt reichts, dann ist das ok, es geht schließlich um den eigenen Körper, die eigene Zeit etc. Ich bin schon gespannt, wie es bei euch weitergehen wird (und wie es mir mit meinem Mädel gehen wird, wer weiß, vielleicht entwickelt sich die auch zur Dauerstillerin?! ;-)) Danke jedenfalls für den tollen Bericht, so eine Sammlung von unterschiedlichen Erfahrungen ist echt toll, da sieht man wieder, wie individuell all diese Kinderthemen sind!! lg Ulli (Ach ja, ich hab über meine Stillerfahrung schon mal hier geschrieben, falls es wen interessiert: http://fitundgluecklich.net/2015/09/24/baby-erfolgreiches-stillen-ein-erfahrungsbericht-successful-nursing-my-experience/)

    • Reply
      Jeannine
      29. März 2016 at 11:23

      Danke für dein Kommentar Uli! 🙂 <3 Ich bin gespannt, wies mit deiner Maus laufen wird und drück euch beiden auf jeden Fall ganz doll die Daumen! Danke für deinen Artikel, hab ihn super gern verschlungen! 🙂

  • Reply
    Nici Hauser
    19. März 2016 at 19:10

    Also unsere Principessa wird jetzt im Mai ein Jahr.Ich liebe ja unser Stillen ABER : sie schläft mir auch nur so ein und das heisst dass ich sie stille,dann zu uns auf die Couch,weil sie ja immer wieder kurz munter wird und dann wenn wir schlafen gehen gehts ins Bett zu uns.
    Familienbett geniessen wir,doch ich würd jetzt dann auch ganz gern mal mit den Mädls am Abend essen gehen oder so😉
    Damit ihr mich jetzt auch richtig versteht, seit so gut wie einem Jahr,kann nur ich sie zum Schlafen bringen,ausser mein Mann fährt mit dem Kinderwagen ne Runde🙈

    Vielleicht hatte/hat das jemand auch so gehabt bzw.hat das noch und möchte ein paar Tipps abgeben 😁

    Schreien lassen kommt bei mir aber gar nicht in Frage😉😉

    Wäre sehr dankbar💞🌌☀

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