• „Was wäre, wenn…“ – Wie wir Hinterbliebenen das Trauern erleichtern, wenn wir zu Lebzeiten vorsorgen (und was es dabei zu beachten gilt)

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    Die Tatsache, dass wir einmal sterben werden, ist so sicher wie jene, dass wir geboren wurden. Ziel des livv.at Brunches war es, im geschützten Rahmen Bewusstsein für dieses wichtige Thema und die Vorsorge rund ums Ableben zu schaffen. Gemeinsam mit Experten wurde der Dialog eröffnet. 

    Wenn Kinder in unser Leben treten und wir eine Familie gründen, tummeln sich tausend Gedanken in unserem Kopf. Die neue Lebenssituation stellt uns vor viele Herausforderungen, da sind unzählige neue Dinge, an die wir denken müssen. Verantwortung, Angst, Liebe und Glück – alles kommt zusammen. Sich selbst und die Lieblingsmenschen in dem neuen Szenario zu finden, kann mitunter schwierig sein.

    Unter all das Neue mischen sich oftmals auch Gedanken an unsere Sicherheit und die der Kinder. Wir fragen uns womöglich schon, was wäre, wenn uns etwas zustößt – denn freilich ändert sich auch das Sicherheitsdenken wesentlich, sobald wir Eltern werden – aber Taten sprechen lassen erstaunlich wenige Menschen, wenn es um die Vorsorge geht.

    Beim Brunch von livv.at in Wien wurde das deutlich: Alle teilnehmenden Eltern hatten sich bereits Gedanken zum eigenen Ableben oder dem unerwarteten Versterben des Partners gemacht. Aber nur wenige hatten schon konkrete Schritte vorgenommen, die Hinterbliebenen das Weitermachen – zumindest auf finanzieller Ebene und was all den belastenden Papierkram angeht – erleichtern würde.

    Anna, bekannt als Mama Birdie, erinnert sich daran, wie erdrückend es war, als nach dem Tod ihrer Mutter so vieles auf sie und ihre Familie zukam, mit dem sie nicht gerechnet hatten. Da waren hohe finanzielle Kosten, etwa für die Bestattung, den Notar oder den Leichenschmaus. Wir sprachen darüber, dass wir schon jetzt zu Lebzeiten die Möglichkeit haben, konkrete Dinge, beispielsweise hinsichtlich der Beerdigung, festzulegen. Der Gedanke mag für viele abschreckend klingen, aber in der Praxis kann es den Hinterbliebenen viele offene To-Dos abnehmen, die zusätzlich belasten würden.

    Der Psychologe Dr. Tobias Glück betont, dass die so wichtige Zeit für Trauer oftmals zu kurz kommt, wenn Hinterbliebene so ablenkt von Formalitäten sind. Drängen die Sorgen um Geld und Co. den Tod der geliebten Person in den Hintergrund, ist es noch schwerer, das Erlebte zu verarbeiten. Es kommt vor, dass dies dann gar nicht oder nur unzureichend passiert. Dr. Glück sagt: „Deshalb ist Vorsorge das Wichtigste, damit man sich im Falle des Ablebens darum kümmern kann, was zählt: Um die Trauer.“

    Livv.at bietet zur Vorsorge eine Ablebensversicherung, die man online abschließen kann: Livv.protect. Die versicherte Summe wird im Todesfall an den Begünstigten ausbezahlt, ist somit also eine Ablebensversicherung. Eine Absicherungssumme von 150.000 Euro kann für ab 3 Euro monatlich abgeschlossen werden.

    Notar Mag. Clemens Fritsch weist darauf hin, wie wichtig es ist, sich vor Abschluss einer Versicherung gut durchchecken zu lassen und die eigene Gesundheit gut zu dokumentieren. Betreibt man Risikosportarten, sollten beispielsweise auch die erwähnt werden. Es ist wichtig, offene Risiken zu nennen, damit im Todesfall auch sicher und schnell ausbezahlt wird. Gut zu wissen: Lebensversicherungen werden in der Regel sofort ausbezahlt, sie gehen nicht mit in die Verlassenschaft.

    Mag. Fritsch erwähnt zudem etwas, das in unserer Generation in vielen Fällen notwendig wäre, aber oftmals übersehen wird: Lässt man ein Testament erstellen und bewahrt es der Notar des Vertrauens auf, so sollte auch eine Liste an sämtlichen Passwörtern in einem versiegelten Kuvert mit übergeben werden. So kann die Familie des Verstorbenen entscheiden – oder auch er selbst vorab – wie mit Online Accounts und Co. umgegangen werden soll.

    Was nicht testamentarisch festgelegt werden kann ist, wer sich um die Kinder kümmern soll. Sehr wohl Platz finden können aber Empfehlungen und Namen jener Menschen, zu denen sie nicht kommen sollen. Mit Begründung.

    Livv.at Versicherungsexpertin Anja Shaukat erzählt, dass 65 % der Versicherten Männer sind. Das könnte so sein, weil in vielen Fällen der Mann der Hauptverdiener in der Familie ist. Anja gibt zu bedenken, dass auch Nicht-Erwerbstätige die Arbeitskraft haben, die es zu versichern gilt. Die meisten Abschlüsse erfolgen übrigens, wenn Familien einen Kredit aufnehmen oder ein Haus bauen.

    Es kann erleichternd sein zu wissen, dass man sich bereits zu Lebzeiten um alles gekümmert hat – für alle Beteiligten. Das Gefühl, dass Trauernde auch trauern können, weil nicht eine Unmenge an Dingen auf sie einprasseln, die ihre Aufmerksamkeit erfordern. Oder schlimmer: Sie in ein noch tieferes Loch fallen und Existenzängste aufkommen. Auch die Fragen „Wie willst du beerdigt werden?“ oder „Was soll mit deinem Körper passieren, wenn du stirbst?“ können im Kreis der Familie besprochen und vorsorglich geregelt werden. So stellt man sicher, dass im Falle des Todes alles so geschieht, wie der oder die Verstorbene es sich gewünscht hat.

    Der Tod ist etwas, das die meisten Menschen gedanklich gern von sich wegschieben. Gleichzeitig ist es so wichtig, darüber nachzudenken, was werden soll, wenn man selbst nicht mehr ist. Dafür hat das Event von livv.at viele wichtige, umsetzbare Impulse geliefert.


    Während des Livv.at Brunches berichtete ich auf Instagram. Dort zeigten viele LeserInnen Interesse an der Thematik und wünschten sich ausführlichere Informationen. Deshalb freue ich mich sehr darauf, bald ein Expertengespräch zum Thema für dich bereit zu haben.

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    In freundlicher Zusammenarbeit mit livv.at.

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